ITALIEN - URLAUB AUF CAPRI

Suchen und buchen - Aktuelle Angebote Kampanien 

Procida - unentdecktes Urlaubsparadies im Golf von Neapel

Procida: Fischerdorf Corricella. Fotos: U.Kraenz

Procida: Fischerdorf Corricella. Fotos: U.Kraenz

Während eines mehrmonatigen Aufenthalts in Kampanien ist mir ein Ort ganz besonders stark ans Herz gewachsen: die Insel Procida. Von Ischia und Capri hatte ich, wie die meisten schon viel gehört, aber niemand erwähnte jemals Procida. Völlig zu unrecht. Denn nur weil Ischia und Capri größer und bekannter sind, muss das ja nicht heißen, dass Procida weniger schön ist.

 

Mit dem Schiff geht es von Neapel los. Die Überfahrt dauert nicht lang und man läuft in den Hafen Marina Grande ein. Und schon befindet man sich im Zentrum von Procida. Die Insel hat eine Gesamtgröße von nur 3,9 Quadratkilometer, nicht zu groß, um an einem Tag die Insel zu Fuß zu erkunden.
Im Hafen gibt es einige Restaurants und Shops. Besonders zu empfehlen sind die frischen Fischspezialitäten. Gegen Abend kann man die heimkehrenden Fischer beobachten, der Hafen wird dann zu einem Fischmarkt.

 

 

Der Hafen von Corricella

Der Hafen von Corricella

Das Hafenörtchen ist nicht besonders groß, daher führt der Weg fast automatisch zur Piazza und der Kirche S. Maria delle Grazie. Von hier aus hat man besreits einen fantastischen Blick auf das Fischerdörfchen Corricella, der wird aber noch besser, wenn man zur Abtei San Michele Arcangelo hinaufgeht. Die Abtei selbst kann besucht werden, es gibt eine Bibliothek mit alten Schriften und zwei Kapellen zu sehen. Außerdem erfährt man viel von der Geschichte Procidas und der traditionellen Karfreitagsprozession, die der Höhepunkt des Jahres für die Inselbewohner ist.

 

Neben der Abtei fällt das riesige Gebäude auf, welches ursprünglich als Königlicher Palast diente. Doch schon seit dem 18. Jahrhundert diente das monströse Gemäuer als Kerker und gab erst 1988 seine Dienste als Gefängnis aufgrund einer Bürgerinitiative auf. "Die Gefängnisinsel" wurde Procida auch lange genannt, ein weiterer Grund, warum das Inselchen kaum Besuch von Touristen bekam.

 

Um zum Fischerdörfchen Corricella zu gelangen, passiert man eine Reihe buntbemalter Häuschen und verwinkelter Treppchen. Früher, als die Fischer vom Meer kamen, erkannten sie schon von Weitem ihr Haus an der Farbe. Am Fischerhafen angekommen, hat man das Gefühl, die Zeit wäre stehen geblieben. Da sitzen Fischer in roten Strickpullovern und flicken ihre Netze. Hunderte von Katzen streifen umher und leisten den Restaurantbesuchern Gesellschaft. In Corricella findet man pure Idylle. Die kleinen Boote schaukeln auf dem Wasser und außer dem Glucksen ist kaum ein Geräusch zu vernehmen.

 

 

Orangenbäume auf Procida

Orangenbäume auf Procida

Läuft man zu Fuß in den Süden der Insel, kommt man an vielen Zitronen- und Orangenbäumen vorbei und erreicht den Yachthafen Chiaiolella. Hier gibt es wunderschöne schwarze Strände, Bars und Restaurants. Über eine kleine Brücke gelangt man auf die Insel Vivara, Heimat von vielen seltenen Pflanzen- und Tierarten. Man benötigt eine Genehmigung, denn sie steht seit 1974 unter Naturschutz.

Die natürliche und schöne Umgebung auf Procida diente schon so manchem Regisseur als Drehplatz. So wurden einige Szenen des italienischen Klassikers "Il Postino" am Strand von Pozzo Vecchio gedreht und der "Talentierte Mr. Ripley" fand in Corricella seine Hintergrundkulisse.

 

Die etwa 11.000 Bewohner von Procida sind nicht traurig darüber, dass ihr zu Hause nicht wie Ischia und Capri tagein tagaus von Touristengruppen belagert ist. Das naturverbundene Volk hält den Massentourismus fern, daher gibt es auch nur begrenzte Unterkunftsmöglichkeiten in Hotels und Privatquartieren. Viele Italiener verbringen hier den Sommer.


ANZEIGE
ANZEIGE
 
© 2011 Travelimpulse GmbH    Sitemap | Impressum | AGBs der Urlaub-im-web.de |  AGBs unserer Reiseveranstalter