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Poznan (Posen)

Poznan. Fotos: Hans-Joachim Franzen

Poznan. Fotos: Hans-Joachim Franzen

Die Hauptstadt Großpolens blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die ersten Siedler ließen sich hier vor etwa 12.000 Jahren nieder. Die günstige Lage an der Warthe auf der einen und den uralten Handelspfaden zwischen Ost- und Westeuropa ermöglichte eine stetige Entwicklung. Seit dem Jahr 1005 ist Posen eine stark befestigte Siedlung und vor genau 750 Jahren hat es die Stadtrechte erhalten.

Im Laufe der Zeit änderte sich auch das Aussehen der Stadt. Der Abriß der Anfang des 19. Jahrhunderts errichteten preußischen Befestigungen im Jahre 1902 erlaubte die Planung eines repräsentativen Stadtviertels durch Joseph Stübben, damals einen der bekanntesten europäischen Stadtplaner. Nach diesem Plan wurde in den darauffolgenden Jahren systematisch eine Reihe öffentlicher Gebäude in verschiedenen Stilen errichtet: die Königlich Preußische Akademie (heute Collegium Minus), der Kaiserpalast und die Oper (1910). Der Aufschwung der Stadt wurde durch den zweiten Weltkrieg jäh gestoppt und auch die Jahre des Sozialismus waren für den traditionelle Kaufmannssgeist der Posener wenig förderlich.

Posen heute

Lecker Essen in Poznan - Steinpilzconsomé im Bauernbrot serviert

Lecker Essen in Poznan - Steinpilzconsomé im Bauernbrot serviert

Posen ist heute eine Stadt mit 570.00 Einwohner, da hiervon allein 140.000 Studenten sind, ist es auch eine angenehm junge Stadt. Bis auf Politikwissenschaften können junge Polen alle Fachrichtungen studieren. Dies wird auch deshalb gerne getan, weil die Posener Universität als die Beste Polens gilt.

 

Aber auch andere Künste werden gefördert. Zum Beispiel fanden im Herbst 2002 in Posen die Weltmeisterschaften Junger Konditoren statt. In den Sälen der Internationalen Posener Messe verteidigten die Posener Vertreter inmitten harter Konkurrenz internationaler Karamelsieder, Eismacher und Konditoren ihre Meisterpositionen. Ihre aus der großpolnischen Tradition stammenden Produkte, die mit zahlreichen Medaillen ausgezeichnet wurden, bestätigten, daß unsere Konditoren Phantasie besitzen und "mit der Zunge denken" können.


Die Posener haben auch noch unverwechselbarere Vergnügungen. Bei Treffen im engen Familienkreis, beim Essen oder zum Kaffee mit Kuchen wird immer öfter wieder der Posener Dialekt gepflegt.

 

Seit langem schon ist niemand in Poznañ mehr beleidigt, wenn er von einem Zugereisten gesagt bekommt: du Posener Kartoffel! Das ist schon fast ein Kompliment. Das Wort bezeichnet solche Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Solidität, Konsequenz und Fleiß.

Das Wahrzeichen der Stadt - der heilige Nepomuk

Das Wahrzeichen der Stadt - der heilige Nepomuk



Die Kaufmannstraditionen in Poznañ reichen viele Generationen zurück. In der Stadt gibt es viele schöne Passagen, Geschäfte und Boutiquen. In guten Bekleidungsgeschäften kann man sich gepflegt einkleiden; die Juweliere halten ein großes Angebot an Originalschmuck aus Silber und Bernstein bereit, der Spezialität polnischer Designer.



Poznañ ist auch die Stadt der Antiquariate, Galerien und Geschäfte mit moderner Kunst. Originalanfertigungen aus Glas, Silber, Ton und Holz warten auf Interessenten. Diese Kunstwerke sind oftmals gleichzeitig auch Gebrauchsgegenstände von unverwechselbarem Design und ideale Geschenke für Angehörige und Freunde.

 

In den Galerien erfreuen sich vor allem Bilder, Graphiken, Kleinskulpturen und Unikate aus Stoff und Glas von der Hand polnischer Künstlern regen Interesses. Die Autoren haben oft in der Welt der Kunst einen angesehenen Name


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