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Portocolom das stille Urlaubsziel im Osten Mallorcas
Angezogen von Meer, Sonne, Geselligkeit und Sportmöglichkeiten verbringen Jahr für Jahr Millionen ihren Urlaub auf Mallorca.
Allerdings verteilt sich die "Gunst" der Urlauber sehr ungleichmässig. Manche Orte ersticken fast vor Touristen, andere sind vergleichsweise ruhig und beschaulich geblieben. Portocolom, an der Südostküste Mallorcas gelegen, gehört dazu. Das malerische Städtchen hat als großen Pluspunkt eine der größten und schönsten Naturhäfen der Insel vorzuweisen. Der traditionelle Fischerort, den die Einheimischen schlicht »Port« nennen, gehört zu der etwa 12 Kilometer in Richtung Palma gelegenen Gemeinde Felanitx.
Unterhalb der bunt gestrichenen Häuser der Fischer säumen Bootshäuser die Küste. Die Bewohner - ihre Vorgänger zählen zu den Kartographen im Mittelalter - behaupten, dass Columbus von hier stamme, wobei nur der Name des Ortes für sie spricht.
Die Blütezeit des Außenhandels und des Hafens liegt am Anfang des vorigen Jahrhunderts, als in Frankreich durch eine Plage - die Reblaus - große Rückgänge in der Weinernte eintraten und von Porto Colom aus die Schiffe, voll beladen mit Fässern gefüllt mit mallorquinischen Weinen, nach Südfrankreich ausliefen. Heute leben rund 3500 Menschen ständig in Porto Colom, davon sind ca. 10 Prozent Nichtspanier und unter denen etwa 150 Deutsche.
Dreh und Angelpunkt des Ortes ist der Hafen, der über 500 Schiffen Anlegeplätze bietet. Leider ist es zur Zeit nicht einfach einen festen Platz zu bekommen. Und das »wilde« Ankern im Hafen soll in Zukunft aus Gründen des Umweltschutzes eingeschränkt werden. Die Pläne zum Aus- und Umbau des Hafen liegen jedoch vor und es gibt berechtigte Hoffnung, dass sie in naher Zukunft in die Tat umgesetzt werden.
Auch am anderen Ende von Portocolom, abseits des Hafens und der historischen Altstadt, hat der Tourismus Einzug gehalten. Rund um die schöne Sandbucht von Cala Marcal stehen den Gästen rund 2000 Betten zur Verfügung. Vom einfachen Hostal bis zum 4 Sterne Hotel reicht das Angebot. Wegen der räumlichen Trennung zwischen Touristenzone und der Altstadt, verstärkt noch durch einen dazwischen liegenden Hügel, bleibt selbst während der Sommersaison der typische Charakter des alten Fischerdorfes erhalten.
Rund um den Hafen, jeweils nur durch eine Straße vom Meer getrennt, liegen Bars und Restaurants, angefangen beim Hostal Bahia Azul, vorbei am inselweit bekannten Fischspezialitäten-Restaurant Sa Sinia, wo auch der König isst, bis zur typisch mallorquinischen Café Bar Ells Tamarells, einem ursprünglich belassenen Lokal aus dem vorigen Jahrhundert. Die »Lukullische Meile« Portocolom liegt an der Carrer d’en Cristofor Colom.



