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Polynesien - Segeln und Surfen

Auslegerboot. Foto: Tahiti Tourisme

"Als ich eines Tages bei Matavi Point, wo unsere Zelte aufgestellt wurden, spazierte, sah ich einen Mann in seinem kleinen Kanu so schnell paddeln und sich mit solchem Eifer umschauen, als wolle er meine ganze Aufmerksamkeit. Er fuhr vom Ufer hinaus, bis er an der Stelle war, an dem sich die Wellen zu heben beginnen und ihre ersten Bewegungen aufmerksam beobachtend, paddelte er vor ihr mit großer Geschwindigkeit, bis sie ihn überragte und so viel Kraft gesammelt hatte, dass sie sein Kanu trug, ohne darunter durchzulaufen. Dann saß er bewegungslos und wurde mit der Geschwindigkeit der Welle fortbewegt, bis sie ihn am Strand anlandete. Er stieg aus, leerte das Kanu und suchte eine neue Welle. Die einzige richtige Begründung dafür scheint, dass dieser Mann die höchste Freude fühlte, während er so schnell und so sanft von der See fortbewegt wurde."

 

Captain James Cook, Tahiti 1777

Gute Surfmöglichkeiten. Foto: Tahiti Tourisme

Was für Cook 1777 vollkommen neu war, war für die Polynesier schon Tradition. Eigentlich war das Wellenabreiten im Kanu vor tausenden von Jahren ein Trick der Fischer, um möglichst schnell zum Strand zu gelangen. Besonders die Polynesier hatten sich durch ihre Wanderungen mit Outrigger Kanus und doppelrümpfigen Kanus ein immenses Wissen über den Ozean angesammelt und nutzten so die Kraft der Wellen mit ihren Kanus. Aus der Not irgendwie mit dem Ozean klarkommen zu müssen, entwickelte sich ein Sport: das Surfen. Gute Surfmöglichkeiten bestehen um Tahiti, Moorea, Huahine und Raiatea. Von Oktober bis März sind die hohen Wellen an den Nordküsten und von April bis September an den Südküsten zu finden.

 

Für Segler sind die Gesellschaftsinseln mit zahllosen geschützten Ankerstellen und idealen Wetterbedingungen ein Paradies. Über vier Millionen Quadratkilometer Meeresfläche locken die Wassersportler an die 118 Inseln Französisch Polynesiens.

 

Segelparadies. Foto: Tahiti Tourisme

 

Die Inseln liegen in der Passatzone. Er weht von Mai bis September aus Südost mit drei bis vier Beaufort und wird von den Einheimischen Maraamu genannt. Natürlich können auch einmal sechs oder sieben Windstärken erreicht werden.

 

Im Passatwind segelt man mit Speed zum Tagesziel, um im türkisblauen, glasklaren Wasser der bunten Korallenriffe zu schnorcheln, zu baden und zu relaxen. Segelyachten, Katamarane und Einrumpfyachten können bei verschiedenen Veranstaltern bereits in Deutschland oder vor Ort auf Tahiti, Moorea und vor allem in Raiatea Tahaa, die eigene Stationen führen, gechartert werden. Die Vermietung erfolgt mit oder ohne Skipper für ein paar Tage, meist jedoch wochenweise.

 

Auch die ansässigen Hotels bieten Segeltörns an, vom Segeltrip bei Sonnenuntergang bis zu mehrtägigen Touren rund um die Inseln. Dabei können auch Anfänger ihre erste Erfahrungen mit diesem Sport sammeln.


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