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Wallis, Cook und die Bounty

Karte Tahiti. Foto: Tahiti Tourisme

Die auf Französisch Polynesien beheimatete Maori Zivilisation wurde als erstes 1767 von dem Engländer Samuel Wallis besucht. Wallis als Kapitän und Leiter einer Entdeckungsfahrt von Plymouth, die zur Erhellung der vermuteten Existenz des legendären Südkontinents führen sollte, entdeckt am 6. Juni die Insel Pinaki und danach fünf weitere Inseln im Tuamotu-Archipel (Nukutavake, Vairaatea, Paroa, Manuhangi und Nengonengo) sowie Meetia, dem östlichsten Eiland der Gesellschaftsinseln. Am 18. Juni desselben Jahres entdeckte er Tahiti und landete in der Matavai-Bucht.Trotz des zunächst feindseligen Empfangs, wurde der einmonatige Aufenthalt nach anfänglichen Schwierigkeiten zu einer angenehmen und äußerst ergiebigen und informativen Zeit. Auf der Weiterfahrt entdeckte Wallis noch die Inseln Howe, Tapuaemanu, Mopiha und Fenua Ura.

 

Bucht von Cook. Foto: Tahiti Tourisme

1769 erreicht Captain Cook Tahiti, um dort im Auftrag der Royal Society den Durchgang und die Umlaufbahn der Venus am 3. Juni 1769 zu beobachten. Bis 1777 steuert er insgesamt viermal Tahiti und die Inseln Französisch Polynesiens an. Bligh, der den Entdecker James Cook auf seiner letzten Weltumseglung begleitet hatte, landet 1788 mit der Bounty auf Tahiti. Zweck der Reise war es, auf Tahiti Setzlinge von Brotfruchtbäumen aufzunehmen und nach Jamaika zu bringen. Dort sollte so eine billige Nahrungsquelle für die Plantagen - Sklaven erschlossen werden. Da man meinte, dies sei ein besonders menschenfreundliches Unterfangen, wurde das Schiff auf den Namen BOUNTY (Güte) umbenannt. In Tahiti musste Bligh monatelang ausharren, um die beste Zeit zum Eintopfen der Pflanzen abzuwarten. Seine Mannschaft erlag der Schönheit der Frauen und dem sorglosen Leben. Vermutet wird, dass nicht Blighs Strenge der Auslöser für die Meuterei war, sondern letztlich die Angst der Meuterer vor dem Verlust dieses Paradieses. Diese wohl berühmteste Meuterei der Seefahrtsgeschichte hat bis heute ihren Reiz nicht verloren. Der ‚Bounty Club Tahiti’ mit Sitz in Dinslaken will eine legendäre Reise wieder erlebbar machen: die Flucht der 25 Meuterer von Tahiti ins 2200 Kilometer entfernte Pitcairn auf einem Nachbau der Bounty. Zur Finanzierung dieses Projekts, etwa fünf Millionen Euro soll der Nachbau des berühmten Dreimasters in einer französischen Werft kosten, sollen Mitglieder geworben werden, die mit Spenden von einhundert bis zu einer Millionen Euro Rechte an der Mitbenutzung der ‚neuen Bounty’ erwerben. Ziel ist es, das Schiff ab 2005 vor Tahiti ankern zu lassen und dann einmal im Jahr auf exotische Fahrt nach Pitcairn zu gehen.

 


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