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Dänisches Kulturgut vom Aussterben bedroht: Pølsevogn

Ein Stück dänisches Kulturgut droht still und heimlich aus dem Städtebild des kleinen Königreichs zu verschwinden: Gab es im Jahr 1996 allein in Kopenhagen noch 280 der auf Dänisch "Pølsevogn" genannten weltbekannten Würstchenbuden, waren es Ende vergangenen Jahres nur noch 250 im ganzen Land. Original rollende Hotdogstände waren von ihnen sogar nur noch etwa 100 im Gebiet der dänischen Hauptstadt sowie weitere 50 im übrigen Land.

Diese Schätzungen des zuständigen Händlerverbandes "Dansk Pølsehandlerforening" decken sich mit Zahlen des dänischen Arbeitsamtes. Die klassischen roten Würstchen im Brötchen mit Ketchup, Senf und dänischer Mayonnaise, gerösteten Zwiebeln und Gurkenscheiben - einst Synonym für Gourmetgenüsse auf dänische Art - zu finden, wird darum auch für Touristen zunehmend schwieriger.

Ein Grund für den Rückzug der Würstchenbuden ist nach Meinung von Fachleuten die auch im nordischen Nachbarland wachsende Konkurrenz durch Döner- und Asia-Schnellimbisse sowie das enger werdende Netz internationaler Fastfood-Versorger wie McDonalds oder 7-Eleven. Deren Reklamebudgets haben die kleinen Wurstverkäufer wenig entgegen zu setzen. Gleichzeitig erweist sich der Traum von einer Karriere als selbstständiger "Pølsemand", als Würstchenbräter und -verkäufer also, für viele Interessierte schon im Ansatz als unerfüllbar: Zum Startkapital von 200.000 bis 300.000 dänischen Kronen (rund 27.000 bis 40.000 Euro) kommen nämlich noch einmal 40.000 Kronen (ca. 5.400 Euro) für die Ware einerseits sowie Stellplatz, Arbeitskleidung, Reinigungsmittel etc. andererseits.

 

Allgemeine Dänemark-Info:
www.visitdenmark.com

 


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