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Playa de Santiago
Playa de Santiago ist ein kleiner, hübscher Ort an der Südküste der Kanareninsel La Gomera. Vor hundert Jahren noch ein winziges Fischerdorf, entwickelte sich der Ort nach dem Bau einiger Fischfabriken prächtig; die Bevölkerungszahl stieg von 17 auf über 900.
1974 wurde die letzte Fabrik geschlossen, die Arbeitsplätze waren weg, viele Menschen zogen in die Touristenorte Teneriffas mit ihren neuen Arbeitsmöglichkeiten oder gleich nach Südamerika.
Allerdings wurde in Playa de Santiago 1984 selber eine große Hotelanlage gebaut. Das Vier-Sterne Hotel Jardin Tecina mit etwa 1.000 Gästebetten machte den Ort weit über die Grenzen La Gomeras bekannt. Zum Hotel gehört auch ein 18-Loch Golfplatz. Die Genehmigung wurde von der Inselregierung erst erteilt, als ein ein stimmiges Konzept für die Wasserversorgung erstellt wurde.
Das Wasser für den Golfplatz wird deshalb mittels einer Meerwasser-Entsalzungsanlage produziert. So müssen die knappen Wasservorräte der Insel nicht zum Bewässern weiter Rasenflächen vergeudet werden. Inwieweit Golfplätze in trockenen Regionen der Welt errichtet werden müssen, könnte man allerdings grundsätzlich in Frage stellen.
Playa de Santiago unterteilt sich in die Ortsteile San Juanito, Laguna de Santiago, La Banda und Playa de Santiago. Im letzteren liegt auch der Hafen mit seinen Fischerbooten, wo sich auch einige Bars und gute Fischrestaurants befinden, wie zum Beispiel das Restaurante La Cuevita.
Den Hauptstrand von Playa de Santiago kann man noch gut mit dem Auto anfahren, die östlich gelegenen Strände Playa de Tapahuga, Playa del Medio und Playa de Chinguarime sind nur zu Fuß erreichbar.
Übrigens, der Inselflughafen ist nur wenige Kilometer entfernt. Wer mit dem Flieger von Teneriffa-Nord anreist spart sich die kurvenreiche Busstrecke von San Sebastián de La Gomera nach Playa de Santiago.



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