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Urlaub in Pisa - ganz schön "schräg"

Der schiefe Turm von Pisa. Bilder: Fototeca ENIT

Der schiefe Turm von Pisa. Bilder: Fototeca ENIT

Pisa? - Na, da steht doch der schiefe Turm! Keine andere Stadt der Welt hat wohl so ein bekanntes und "schräges" Wahrzeichen wie die Stadt Pisa. Das Bild des "Torre Pendente" ging schon um die ganze Welt und weckt überall sofort Assoziationen mit der italienischen Stadt, in der er seit 1173 den Architekten Sorge bereitet.

 

Aufgrund des sumpfigen Bodens neigte sich der Turm bereits zwölf Jahre nach Baubeginn zur Seite, so dass die Arbeiten zunächst für 100 Jahre unterbrochen und die letzten vier Stockwerke als Gegengewicht schief gebaut wurden. Doch es half alles nichts. Noch immer steht der 56 Meter hohe Glockenturm schief und wurde sogar 1990 für die Öffentlichkeit gesperrt. Seit 2002 ist der Turm mit einer 44 Zentimeter geringeren Schieflage wieder begehbar und der Besuch unverzichtbar für jeden Toskana-Urlaub.

 

Um den schiefen Turm von Pisa scharen sich noch weitere Sehenswürdigkeiten der berühmten Stadt in der Toskana. Direkt am Domplatz gelegen, ist der schiefe Turm von Pisa von weiteren großartigen Bauwerken umgeben. Sehenswert sind besonders der Dom, der ummauerte Friedhof Campo Santo und das Baptisterium.

 

Der Domplatz bietet einen perfekten Einblick in die spezielle "Pisaner Romantik". Dieser Stil verwendete Marmor als Grundlage, der mit ornamentalen und architektonischen Elementen bearbeitet wurde. Unzählige Künstler und Architekten arbeiteten während des 11. und 12. Jahrhunderts an der Erschaffung des einzigartigen Pisaner Stils.

 

Der fünfschiffige Dom von Pisa

Der fünfschiffige Dom von Pisa

Davon zeugt besonders der fünfschiffige Dom mit seinem kreuzförmigen Grundriss und einer Vierungskuppel, der auch von der islamischen Architektur beeinflusst wurde. Dies wird vor allem an den geometrischen Einlegearbeiten der Böden und den inneren Bogengängen deutlich. Im Inneren des Doms, dessen Bau im 11. Jahrhundert begann, finden sich weitere arabische sowie auch lombardische Einflüsse. Neben dem schiefen Glockenturm gehört auch ein Baptisterium aus dem 12. Jahrhundert zum Dom. Dabei handelt es sich um die größte Taufkapelle der Welt, die auch gotische Merkmale aufweist.

 

Nach dem Besuch des Domplatzes und der Besichtigung seiner Monumente, empfiehlt sich ein Abstecher zum Monumentalfriedhof. Dieser vom Architekten Giovanni di Simone entworfene Friedhof entstand im Jahr 1278. Dafür wurde vor rund 700 Jahren extra Erde auf Schiffen aus dem Heiligen Land geholt. Einst war der Monumentalfriedhof der oberen Schicht Pisas vorbehalten, doch heute befindet sich hier eines der größten Museen Pisas. Dort gibt es mittelalterliche Skulpturen, antike Statuen, Sarkophage und römische Architekturstücke sowie Gräber und Grabtafeln aus dem 19. Jahrhundert zu bewundern.

 

Auch die kleine Kirche Santa Maria della Spina, die ihren Platz am Ufer des Arno gefunden hat, sollte man nicht auslassen. Der Bau begann bereits 1230, doch besonders im 14. Jahrhundert verschönerten viele berühmte Künstler das Innere und Äußere der Kirche und schufen ein sehr schönes Beispiel italienischer Gotik.

 

Text: Daniela Hesse


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