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Pirna – Tor zur sächsischen Schweiz
Pirna liegt in der beginnenden Elbtalweitung, wo die Flüsse Wesenitz und Gottleuba in die Elbe münden. Die große Kreisstadt am Austritt der Elbe aus dem Elbsandsteingebirge ist als Tor zur sächsischen Schweiz bekannt. Seit 1992 führt die sächsische Weinstrasse von hier aus, die Elbe abwärts über Dresden und Meißen, bis nach Diesba-Seuslitz.
Pirna geht auf eine slawische Burgwarte zurück, die sich wahrscheinlich auf der Anhöhe des heutigen Schlosses Sonnenstein befand. Aus dem sorbischen „na pernem" – auf dem harten (Stein)- soll sich auch der Name Pirna herleiten.
1180 ließen sich fränkische und thüringische Kaufleute in Pirna nieder, die sie 1233 zur Stadt erklärten. Ihre strategische Lage zwischen einer Fernstrasse und der als Schiffsweg genutzten Elbe, verhalf der Stadt im Mittelalter zu zahlreichen Privilegien. Im Jahre 1325 wurde ihr das Stapel- und das Niederlagerecht zuerkannt.
Bis zum Dreißigjährigen Krieg war das städtische Leben von einer regen Bautätigkeit geprägt, die sich bis heute in der denkmalgeschützten Architektur des Stadtkerns widerspiegelt. Überall stößt der Besucher auf reichverzierte Bürgerhäuser mit Sitznischenportalen und Figurenschmuck aus heimischem Sandstein. Aber auch Erker, Portale und Giebel aus Sandstein kann man bewundern.
Das mächtigste Bauwerk ist die spätgotische Hallenkirche St. Marien. Ihre dreischiffige Halle schmücken prachtvolle Gewölbemalereien, die biblische Szenen zeigen. Ebenfalls im Inneren der Kirche, sind ein Taufstein mit 26 kleinen Kinderfiguren und der zehn Meter hohe Altar aus Sandstein zu bewundern. Der 65 Meter hohe Turm der Kirche kann im Sommer erklommen werden.
Zentraler Blickfang des Marktplatzes ist das Rathaus, in dem sich Stilelemente verschiedener Epochen vereinen. Der Giebel stammt aus der Zeit der Renaissance, der zierliche Turm aus dem Barock und die Fenster- und Türbögen sind gotischen Ursprungs.
Das Stadtmuseum findet man im renovierten Dominikanerkloster aus dem. 14. und 15. Jahrhundert. Neben seinen Kreuzkrippengewölben, ist auch die angrenzende gotische Klosterkirche St. Heinrich sehenswert. In ihr findet der Besucher bedeutende Reste 600 Jahre alter Seccomalereien.
Die ehemalige Festung Sonnenstein lädt den Besucher zu einer wohlverdienten Pause nach dem Aufstieg auf den Hügel ein. In dem Café oder in der Schlossschenke kann man die Aussicht auf die Gassen der Altstadt genießen.
Weitere Informationen zu Pirna gibt es unter:
