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Bulgarien - Bergwandern im Hochgebirge (Teil II)
Das Pirin-Gebirge
Pirin, nach dem slawischen Gott Perun (Gott des Donners und der Blitze) genannt, ist das zweitgrößte Gebirge Bulgariens. Es erstreckt sich auf circa 40 Kilometer Länge von Nordwest nach Südost, zwischen den Flüssen Struma und Mesta. Das Gebirge besteht hauptsächlich aus Granit und Marmor. Die zwei Felsgesteinsarten haben sich stellenweise so ineinander verflochten, dass sich dort Gipfel, Kessel und sogar Seen gebildet haben. Pirin ist das wildeste und schönste Gebirge Bulgariens. Der nördliche Teil ist wegen seiner vom Aussterben bedrohten Pflanzen- und Tierarten und seiner einzigartigen Ökosysteme in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen worden. Das Gebirge begeistert durch seine prächtige Gletscherlandschaft mit malerischen Täler, Bergwälder, eiszeitlich geformte Seen und alpine Felsformationen. Im Pirin bieten sich Wanderern sehr oft atemberaubende Ausblicke über die wunderschöne Berglandschaft. Gemütliche Berghütten und gut markierte Pfade ermöglichen sichere und angenehme Wandertouren. Außerdem ist Pirin das Gebirge in Bulgarien mit den meisten Sonnentage im Jahr.
Jahrhundertealte Fichten und Tannen, majestätische Felsen, auf denen das seltene Edelweiß blüht, machen dieses Gebirge anziehend und unvergesslich. Im Pirin Gebirge gibt es über 160 Seen, die in den von der Eiszeit geschaffenen Mulden liegen. In ihrem kristallklaren Wasser spiegeln sich die schneebedeckten Berggipfel und tummeln sich zahlreiche Forellen. In Rila und Pirin müssen die Touristen gut vorbereitet sein und die entsprechende Ausrüstung dabei haben, die für das Wandern im Hochgebirge geeignet ist, da der Weg oft über 2000 Meter läuft und jeder Zeit mit einem Wetterumschwung zu rechnen ist.
Text: Nina Kostadinova

