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Tag 3: Überquerung der vietnamesisch-kambodschanischen Grenze

Fischfarm auf dem Mekong

Fischfarm auf dem Mekong

Nach dem Frühstück nehmen wir ein lokales Boot und fahren durch den Tan Chau-Kanal nach Chau Doc. Dort erwarten uns Fahrrad-Rikschas, deren Fahrer uns mit viel Spaß und mit gewagten Überholmanövern und einigen Brocken Englisch stolz ihre Stadt zeigen. Gerne lassen wir uns anschließend in der Menge auf dem Markt treiben. Wieder besteigen wir ein Boot und fahren zu einer Fischfarm. Diese besteht aus einem schwimmenden Haus mit zwei großen Falltüren auf der Holzterrasse. Die Inhaberin öffnet diese und streut einige Schaufeln Fischfutter in die Öffnung – worauf es silbrig von Fischen wuselt! Stolz erzählt sie, dass in einem riesigen Netz unter dem Haus so um die hunderttausend Fische – vornehmlich Welse – schwimmen würden.

 

Ganz wichtig tun die kambodschanischen Grenzer und Zöllner, die nach dem Mittagessen an der Grenzstation auf das Schiff kommen und Papiere, Mannschaft und Ladung kontrollieren. Auch unsere Pässe mit den Visa werden gründlich in Augenschein genommen. Währenddessen zeigt uns unser Chefkoch an Deck, wie man frische Vietnamesische Frühlingsrollen stilecht zubereitet.


Ballonfahrt über Reisfelder

Ballonfahrt über Reisfelder

Schließlich beenden die Beamten ihre Visite und wir nehmen gerne die Einladung von Hoteldirektor Alexander zu einem Sunset Cocktail auf dem Sonnendeck an. Er selbst wohnt – wenn er nicht auf Fahrt ist - in der Hauptstadt Phnom Penh und kennt Kambodscha aus jahrelanger eigener Erfahrung. Er beschreibt es als ein faszinierendes Land, das sich stets seine eigene Khmer-Identität bewahrt hat, ein Nachfolgestaat des mächtigen Khmer-Reiches, das während der Periode von Angkor( 9.-14. Jh.) das kulturelle Zentrum Südostasiens bildete.


Der Name Kambodscha steht aber auch für eine pseudo-kommunistische Herrschaft mit Kriegswirren, Folter, Mord, Tod, Verschleppung und Armut. Durch besondere Grausamkeit zeichneten sich die Roten Khmer aus („Killing Fields“). Während der Pol-Pot-Ära gab es keine Schulen, keine Universitäten und nicht einmal eine Währung: die Roten Khmer schafften das Geld ab und jagten das Gebäude der Nationalbank in die Luft.

Schwimmende Dörfer

Schwimmende Dörfer

Bereits um 8.15 Uhr wartet heute ein Bus am Pier und nimmt uns zu einer Stadtrundfahrt mit. Kambodschas Hauptstadt liegt am Zusammenfluss von Mekong, Bassac und Tonle Sap. Sie gilt als die schönste der während der französischen Kolonialzeit in Indochina erbauten Städte und ist der einzige wichtige Hafen oberhalb des Deltas. Bis hierher können sogar große Seeschiffe fahren. Gegründet wurde sie 1372 von einer reichen Khmerfrau namens Penh als ein kleines Kloster, nachdem sie vier Buddhastatuen in einem auf dem Mekong treibenden Baum gefunden hatte. Diese Metropole konnte sich bis heute ihren etwas morbiden Charme bewahren. Die Franzosen hinterließen eine inzwischen dem Verfall ausgesetzte Kolonialarchitektur, die zum Teil mit viel Liebe und Geschmack wieder hergerichtet wird. Überall eröffnen Straßenrestaurants, in der Abenddämmerung treffen sich die Menschen an der kürzlich angelegten Flusspromenade und am Wochenende findet ein recht reges Nachtleben statt. Unser Tipp: Beginnen Sie Ihren Abend mit einem Cocktail im „Hotel Le Royal“, gefolgt von einem Drink im „Foreign Correspondent’s Club“ und nehmen Sie den letzten Absacker in der beliebten Bar „Heart of Darkness“.


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