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Aglen Camping auf der Insel Otterøya

Aglen Camping auf der Insel Otterøya im Abendlicht. Fotos: Hans-Joachim Franzen

Aglen Camping auf der Insel Otterøya im Abendlicht. Fotos: Hans-Joachim Franzen

Nach drei Stunden Fahrt kam die Stadt Namsos in Sicht. Wir tankten und fuhren gleich weiter auf die Insel Otterøya. Nicht nur Wälder, Wiesen, Bäche und Felsen bestimmten das Bild, jetzt machte sich die traumhaft schöne Fjordlandschaft rund um den Namsenfjord mit ihren waldreichen Buchten und Inseln bemerkbar.

Aber es war keine verlassene, einsame Gegend wie man es so weit im Norden erwarten könnte. Immer mal wieder tauchte ein Hof mit Feldern, Wiesen und Kuhweiden auf. Auch Äcker waren zu sehen, und zwischendurch beobachteten wir einen Fuchs auf Mäusesuche.

Nach etwa einer Autostunde kamen wir zu unserem Ziel ganz am westlichen Ende der Insel: Aglen Camping. Da eine gute Freundin den Platz schon vor Jahren kennen und schätzen gelernt hat und ihr Vater dort den Sommer verbringt, haben wir ihn dort besucht.

 

Blick über das Meer bis zur Insel Vikna

Blick über das Meer bis zur Insel Vikna

Bei schlechtem Wetter hätten wir uns eine der Hütten gemietet, aber da es trocken und der Wind schwach war, bauten wir unser großes Zelt auf. Allerdings dauerte es etwas bis wir alle Leinen, Bodengurte, Zeltstangen, Innen- und Außenzelte richtig kombiniert hatten. Nach einer Weile war es dann doch geschafft, wir räumten alles ein und machten uns erstmal ein schönes Abendessen.

Danach fing ich an das Boot aufzubauen, eine Sache von einer halben Stunde. Das Schwierigste war wie immer der Anfang, d.h. das Auseinanderdrücken der Seitenwände und das Einsetzen der Mittelbank, bzw des Heck und Bugbrettes. Auch das Einsetzen der Stahlsplinte, um die Bretter zu fixieren, dauerte einige Minuten, aber als das geschafft war, konnte auch schon die Motorhalterung und der Spoiler montiert werden. Anschließend wurde das Boot schon ins Wasser getragen, der Motor befestigt, Echolot angebracht und das Boot am Anlegesteg festgemacht.

Regenbogen über Otterøya

Regenbogen über Otterøya

Am selben Abend legte ich noch eine einige selbst gepökelte Schweinefiletköpfe zum Kalträuchern in den Räucherofen und zündete das Räuchermehl an, das dann acht oder neun Stunden vor sich hin glimmte... Das Resultat war übrigens sehr lecker.

Die folgenden Tag bestanden aus Ausschlafen, Kochen, Lesen, Spazierengehen und Angeln. Mit dem Boot ging es zwischen die Schären und Inselchen, die Otterøya vorgelagert sind, immer auf der Suche nach dem großen Fisch. Das Ergebnis war allerdings eher durchwachsen, es gingen zwar einige mittlere Dorsche, Wittlinge, Köhler, Pollack und Makrelen an den Haken, aber der große Erfolg blieb aus, was der guten Laune allerdings keinen Abbruch tat. Schließlich ist es herrlich auf dem Meer zu sein, einem Meer, das man so weit im Norden fast für sich allein hat.

Eines Tages, es war Freitag, fuhren wir zurück nach Namsos, um die Stadt ein wenig kennenzulernen. Erstaunlicherweise war es sehr ruhig, wahrscheinlich weil Wochenende war und die meisten Norweger in ihren Ferienhäusern am Meer oder in den Bergen weilten und so verließen auch wir nach einigen Einkäufen die Stadt schnell wieder.


Dunst und Wolken

Dunst und Wolken

Otterøya-Hytta
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Otterøya-Kühe
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Fähranleger in Lund
Fähranleger in Lund

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