URLAUB IN ECUADOR - OTAVALO
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Urlaub in Ecuador – Samstagsmarkt in Otavalo
Der Samstagsmarkt im 125 Kilometer nördlich von Quito gelegenen Ort Otavalo ist der berühmteste Markt in ganz Ecuador. Wer in seinem Urlaub die ecuadorianische Sierra besucht und ein Andenken an das Land und die Menschen mit nach Hause nehmen möchte, wird auf dem Samstagsmarkt in Otavalo sicher fündig.
In dem Ort Otavalo leben rund 22.000 Menschen. Otavalo ist ein recht überschaubarer Ort, hier leben rund 22.000 Menschen. Auf der zentralen Plaza Centenario – auch Poncho Plaza genannt – veranstalten die Otavalo-Indianer samstags (in kleinerer Form auch wochentags) einen riesigen Markt, auf dem man die hochwertigen Webarbeiten der Otavaleños erstehen kann. Unter anderem bieten die geschäftstüchtigen Otavaleños Wandteppiche, Blusen und Lederwaren an. Halsketten, Freundschaftsarmbänder, Tonwaren, Musikinstrumente, Korbwaren, Hängematten und andere „Artenasías“ (Kunsthandwerk) erweitern das bunte Sortiment.
Berühmt sind die Otavaleños jedoch vor allem für ihre Webarbeiten, denen viele Familien ihren Reichtum verdanken. Das technische Handwerk am Webstuhl lernten die Indianer von den spanischen Eroberern. Anfang des 20. Jahrhunderts schlossen sich die ersten Familien zu erfolgreichen Manufakturen zusammen. Auf dem ecuadorianischen Markt waren die qualitativ sehr hochwertigen Waren bereits etabliert, als der auflebende Tourismus ab den 60er Jahren weiteren Aufschwung brachte. Mittlerweile erfreuen sich die Webarbeiten der Otavaleños großer Beliebtheit. Nicht nur Ecuadorianer schätzen die feinen Stoffe, auch bei Touristen aus aller Welt sind die Kunstgegenstände der Otavaleños beliebte Andenken an den Urlaub in Ecuador.
Außer den farbenfrohen Webarbeiten sind auch die Otavaleños sehr sehenswert. Die Tracht der Frauen besteht aus dunklen Röcken und weißen Blusen, die bunte Stickereien zieren. Das Haar tragen die Frauen im Nacken zu einem Zopf gebunden, ihre Hälse schmücken mehrere Reihen dicker Goldketten und ihr Handgelenk zieren meist korallenrote Armbänder. Die Männer geben sich ähnlich schick und tragen weiße Hosen zu dunkelblauen Ponchos. Die Otavaleños begegnen Fremden gegenüber sehr freundlich, schnell kommt man mit ihnen ins Gespräch. Möchte man mehr über ihre Kultur erfahren, empfiehlt sich ein Abstecher zum anthropologischen Museum „Instituto Otaleveño“.
Das Angebot auf dem Markt von Otavalo umfasst außer Kunsthandwerk auch Gemüse, Obst, Getreide, Fleisch und Garküchen, die regionale Spezialitäten gegrilltes Schwein und knusprig gegrilltes Meerschweinchen (Cuy) im Angebot haben. Die liebenswürdigen Nager gelten in den Anden als eine Delikatesse. Wer sich traut, kann sie in Otavalo probieren.
Daniela Hesse


