REISEBERICHT SÜDKOREA

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Dritter Tag: Olympia-Region der Winterspiele 2018

Unser Bus fährt nun entlang der zauberhaften Küste der Ostregion, wo wir den Naksana-Tempel besichtigen und wo uns in der Hafenstadt Jumunjin die unverkennbare Atmosphäre des riesigen Fischmarktes gefangen nimmt. Das Mittagessen wird uns in einem typischen Fischrestaurant serviert. Übrigens – beim Betreten des Restaurants ziehen alle die Schuhe aus und gegessen wird im Sitzen auf dem geheizten Fußboden!

Auf unserer Fahrt in die Berge machen wir Halt in Seongyojang, der Wohnstätte eines bedeutenden Politikers der Joseon-Dynastie. Hier besichtigen wir hervorragend erhaltene, ursprüngliche Gebäude, die teilweise über 300 Jahre alt sind. Dort können sogar Reisende das ursprüngliche Feeling einer Übernachtung auf einer Matte direkt auf dem geheizten Boden erleben.

Danach klettert unser Bus die Bergstraße zum Skigebiet der künftigen Olympischen Winterspiele von 2018 hinauf, wo uns der Projektleiter stolz die bereits errichteten Sprungschanzen, das Biathlon-Gelände (das bereits jetzt schon als Golfplatz genutzt wird) und das Stadion mit 85.000 Sitzplätzen zeigt. Das Thermometer fällt auf -12 Grad und bei einem eisigen Wind schlottern wir bei gefühlten -20 Grad. Froh sind wir, als wir anschließend die wohlig-warmen Räume des nahen Intercontinental erreichen.

Vierter Tag: „Wie schmeckt die Qualle heute?“

Fisch, Qualle und Seetang

Fisch, Qualle und Seetang


 

Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir in den landschaftlich schönen Gayasan Nationalpark. Sehenswert ist der berühmte buddhistische Hainsa-Tempel, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Dort wird die Tripikana Koreana aufbewahrt, die umfangreichste Sammlung buddhistischer Schriften von ganz Südostasien. Zum Mittagessen geht es wieder in ein einheimisches Lokal mit Kimchi, Seetang und Qualle. Übrigens: Früher wurden als Delikatesse Hunde verspeist, was aber nach Auskunft unserer Reiseleiterin Julia heute nicht mehr üblich ist. Dass wir anschließend auf dem Weg zum Bus an zwei leeren Hundehütten vorbeikommen, wird wohl keine besondere Bedeutung haben ….

Heute Nachmittag erwartet uns das Dorf Haoe, wo wir uns in längst vergangene Zeiten zurückversetzt fühlen. Wir schlendern durch die mit Stroh gedeckten Bauernhäusern und die mit Ziegeln gedeckten Herrenhäusern. Abends erwartet uns als besondere Überraschung ein Konzert mit der Gayageum, der koreanischen Zitter, die meisterhaft von einer anmutigen Koreanerin gespielt wird. Da der Koreaner das deutsche Liedgut schätzt, wurden wir anschließend aufgefordert zum Zitterspiel die „Loreley“ mitzusingen. Glücklich, uns nicht zu blamieren, kannte wenigstens eine deutsche Teilnehmerin den Text und überraschte die Zuhörer dazu noch mit einer angenehmen Stimme.

 


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