URLAUB IN BADEN-WÜRTTEMBERG - OFFENBURG

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Offenburg

Offenburg liegt in Baden-Württemberg am Rhein in dem Weinanbaugebiet Baden. Hier werden vor allem Riesling Weine angebaut. Die kleine Stadt mit circa 58.000 Anwohnern hat auch Touristen viel zu bieten. Wer in Offenburg Urlaub macht, kann viele historische Gebäude wie den Salmen, ein jüdisches Ritualbad, ein Ritterhaus, ein ehemaligen Königshof, das Rathaus, das Salzhaus und die Dreifaltigkeitskirche besichtigen.

 

Berühmtestes Gebäude ist sicherlich der Salmen. Im September 1847 trafen sich in dem damaligen Gasthaus die „entschiedenen Freunde der Verfassung" und formulierten mit den „Forderungen des Volkes in Baden" das erste demokratische Programm Deuschlands. Diese Forderungen prägten später teilweise die Verfassungsentwürfe der Bundesrepublik Deutschland. 155 Jahre später wurde der „Salmen" der Öffentlichkeit übergeben. Heute wird das Gebäude kulturell genutzt.

 

Das jüdische Ritualsbad ist eines von fünf noch aus dem Mittelalter erhaltenen Judenbädern im Rheingebiet. Seit 1978 ist es in renoviertem Zustand auch der Öffentlichkeit zugänglich. Das Judenbad befindet sich etwa 15 Meter unter dem heutigen Hofniveau des Anwesens Glaserstraße 8. Auch heute finden sich Judenbäder in gesetzestreuen jüdischen Gemeinden, da bei verschiedenen Anlässen ein Reinigungsbad vorgeschrieben ist.

 

Ritterhaus

Das Haus wurde 1784 als Herrenhaus eines Reichsschultheissen erbaut und beherbergt heute ein Museum und das städtische Archiv. Das Haus besitzt klassizistische Formen.

 

Ehemaliger Königshof

Der ehemalige Königshof wurde zwischen 1714 und 1717 nach den Plänen von Michael Ludwig Roher erbaut. Fasszinierend ist die Fassade des Hauses mit dem erst später entstandenen Portal.

 

Rathaus

Das Gebäude im Barockstil wurde im Jahr 1741 erbaut. Unter dem falschen Giebel sieht man das Offenburger Stadtwappen und den österreichischen Doppeladler. Vor dem Rathaus steht die, der Schutzpatronin der Stadt gewidmete, Urlausasäule. Die Säule wurde 1961 vom Bildhauer Emil Sutor geschaffen. Die Heilige Ursula soll 1638 auf der Stadtmauer erschienen sein, um einen Angriff der Truppen des Herzogs Bernhard von Weimar abzuwehren.

 

Salzhaus

Das Salzhaus wurde 1786 im klassizistischen Stil erbaut. Im Untergeschoss befinden sich elf rundbogige Öffnungen als Fenster oder Eingänge (Arkaden), die erst 1900 bei einem Umbau entstanden. In dem Haus sind heute Geschäfts- und Verwaltungsräume untergebracht. Früher wogen und verkauften hier Salzmesser das, aus Lothringen und Dürrheim eingeführte, Salz. Die Stadtobrigkeit hatte früher das Monopol für den Verkauf dieses Gewürzes. Wer sich das Salz woanders kaufte, musste Strafen zahlen.

 

Dreifaltigkeitskirche

Diese Kirche überragt die Silhouette der Stadt Offenburg und ist schon von Weitem gut zu sehen. Die Kirche wurde zwischen 1906 und 1908 im Stil einer romanischen Basilika erbaut.

 

Altes Kapuzinerkloster

Das älteste Gebäude der Stadt Offenburg ist das Kapuzinerkloster. Es wurde zwischen 1641 und 1647 erbaut und überstand als einziges Gebäude einen Großbrand im Jahr 1689. Die Kirche mit einem Schiff hat spätbarocke Holzaltäre, eine Martinorgel von 1822 und eine Kanzel im Empirestil. Man sollte sich auch den wunderschönen Kreuzgang mit schlichten Holzsäulen anschauen. Im Sommer gibt es in dieser einmaligen Kulisse häufig Konzerte. Das Gebäude wurde zu Beginn der 80er Jahre renoviert.

 


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