URLAUB IN OBERSCHWABEN

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Urlaub in Oberschwaben - "Seele lächle" zwischen Donau und Bodensee

Abendliche Landschaft in Oberschwaben. Foto: Tourismusgesellschaft Oberschwaben

Oberschwaben, im Südosten Baden-Württembergs gelegen, ist eine in langen Jahrtausenden gewachsene Naturregion ohne feste politische Grenzen. Im Norden rahmen Schwäbische Alb und Donau die Region ein, im Osten das Allgäu, im Süden der Bodensee, im Westen der Hegau und die Ausläufer des Schwarzwalds. Einziger "lupenreiner oberschwäbischer Landkreis" ist der Landkreis Biberach, durch den die Flüsse Donau, Iller und Riß fließen. Mit den drei Standbeinen Natur, Kultur, Gesundheit profiliert sich die Region als Urlaubs- und Ausflugsziel, für das die Tourismusgesellschaft Oberschwaben mit dem Slogan "Seele lächle" wirbt.

Oberschwaben - die Naturlandschaft

Weich, weit, wellig präsentiert sich die oberschwäbische Hügellandschaft - ideal für alle, die sich in der Natur bewegen möchten: Fahrradfahrer finden ruhige Strecken, gleich ob sie eine entspannte Familientour machen oder mit dem Rennrad unterwegs sind, Spaziergänger und Wanderer finden idyllische Wege mit wunderschönen Aussichten, auch für Jogger und Nordic-Walking-Anhänger bietet die Region ideale Bedingungen.

Drei bekannte Radwanderwege führen durch Oberschwaben: Der Donau-Bodensee-Radweg, der Donau-Radweg und der Illertal-Radweg. Zudem gibt es örtlich ausgeschilderte Strecken sowie die fünf Seele-lächle-Radtouren der Tourismusgesellschaft Oberschwaben, die 25 Gasthäuser mit regionaler Küche verbinden (siehe auch Oberschwaben- die Genusslandschaft).

Auch Wanderer können Oberschwaben auf Fernrouten erkunden: So führen der Jakobusweg sowie die Hauptwanderwege des Schwäbischen Albvereins Nummer 4 (Main - Donau - Bodensee), Nummer 5 (Schwarzwald - Schwäbische- Alb - Allgäu) sowie Nummer 7 (Schwäbische-Alb - Oberschwaben) durch die Region.

Zwischendurch laden die vielen kleinen Seen, Frei-, Hallen-oder Thermalbäder zu einer erfrischenden Pause ein. Und wer die Natur belauschen und beobachten möchte, ist am Federsee genau richtig: Dort leben und brüten 265 Vogelarten in einem der bedeutendsten Naturschutzgebiete Baden-Württembergs.

Oberschwaben - die Kulturlandschaft

Wer hat noch nicht vom "Himmelreich des Barock" gehört? Oberschwaben mit seinen vielen Klöstern und Kirchen ist dieses Himmelreich. Als der 30-jährige Krieg 1648 endlich vorüber war, wollten kirchliche - und zum Teil auch weltliche – Herrscher Zeichen für eine neue Zeit setzen. Sie taten es, indem sie der Baulust frönten, alte Gemäuer reich verzierten oder gleich neue mit opulentem Schmuck errichteten. Die oberschwäbische Barockstraße reiht diese Perlen auf vier verschiedenen Routen auf, denen eins gemeinsam ist: Sie führen nicht nur zu beeindruckenden Zeugnissen der Architektur des 17. und 18. Jahrhunderts, sie führen auch durch die leicht hügelige oberschwäbische Landschaft, die den kunstvollen Bauten erst den richtigen Rahmen gibt.

 

Ein Blick auf die Karte der oberschwäbischen Museen zeigt: Es gibt nichts, was es nicht gibt! Das bekannteste ist sicher das Federseemuseum in Bad Buchau, das die Entwicklungsgeschichte Oberschwabens seit der Steinzeit erlebbar macht. Im Freilichtbereich stehen Nachbauten der Lehmhäuser unserer Vorfahren. Gemeinsam mit der hölzernen Bachritterburg im nahen Kanzach bildet das Museum den "Archäopark Federsee"

 

Nicht ganz so weit in die Vergangenheit geht das Oberschwäbische Museumsdorf in Kürnbach: Dort dokumentieren 31 originalgetreu aufgebaute Gebäude aus sechs Jahrhunderten die Entwicklung der Bauernhäuser seit dem Ausgang des Mittelalters.

 

Mit einer eindrucksvollen Sammlung des Expressionisten Ernst-Ludwig Kirchner sowie drei originalgetreu aufgebauten Künstlerateliers lockt das Biberacher Braith-Mali-Museum kunstinteressierte Besucher an, während das Museum Villa Rot in Burgrieden-Rot die Besucher geistig in die Ferne führt: Es hat sich der Begegnung der Kulturen verschrieben und setzt immer wieder Akzente mit asiatischer Kunst.

 

Wer es lieber etwas ausgefallener mag, ist im Warthausener Knopfmuseum genau richtig. Dort gibt es neben tausenden anderen Knöpfen auch einen südindischen Hochzeitsknopf und handgeschnitzte Elfenbeinknöpfe. Bad Schussenried ist Sitz des ersten Bierkrugmuseums der Welt, das der Schussenrieder Bräu Jürgen Ott in Eigenregie eingerichtet hat. Die Sammlung zeigt auf zwei Stock werken über 1.000 historische Bierkrüge aus fünf Jahrhunderten.

Oberschwaben - die Gesundheitslandschaft

Wo kann man besser etwas für die Gesundheit tun, als in einer gesunden Landschaft? Bad Buchau und Bad Schussenried, die beiden Kurstädte im Landkreis Biberach, haben eine lange Tradition als Naturmoorbäder. In Bad Buchau lockt zudem die Adelindis-Therme mit ihren warmen Außenbecken und ihrer Saunalandschaft. Seit Sommer 2003 hat das zum Großteil neu gebaute Biberacher Jordanbad, ein traditionsreiches Kneipp-Heilbad, wieder geöffnet. Zum Jordanbad gehört neben der Therme mit großer Saunalandschaft auch die Sinn-Welt, in der sich an mehr als 70 Mitmachstationen alles ums Sehen, Hören, Riechen und Fühlen dreht. In direkter Umgebung gibt es in den Nachbarlandkreisen die Kurorte Bad Saulgau, Bad Waldsee, Bad Wurzach und Aulendorf. Alle Kurorte der Region bieten Gesundheits- oder Wellnesspauschalen an.

Auf wachsende Beliebtheit stößt bei den Gästen Nordic-Walking, das schnelle Gehen mit speziellen Stöcken. Gemeinsam mit dem Verband der Nordic-Walking-Schulen

(VDNOWAS) wurden Routen ausgearbeitet und Pauschalangebote entwickelt, bei denen den Gästen die richtige Technik vermittelt wird.

Oberschwaben - Die Genusslandschaft

Eine "Liebeserklärung an die oberschwäbische Küche" nennen 25 Gastronomen der Region ihren "Seele-lächle-Teller". Regionale Spezialitäten, aus ausgesuchten Zutaten frisch zubereitet, stehen dabei auf der Speisekarte. Und da gutes Essen und Bewegung wunderbar zusammenpassen, hat die Tourismusgesellschaft Oberschwaben fünf Fahrradtouren entwickelt, die die Betriebe verbinden. Die Streckenkarten sind in der Broschüre Neues erleben sowie im Internet unter www.oberschwaben-tourismus.de zu finden.

Außerdem: Das Öchsle - Eisenbahnromantik pur

Eisenbahn fahren wie zu Urgroßvaters Zeiten: Das Öchsle, die Museums-Dampfeisenbahn im Landkreis Biberach, macht’s möglich.

 

Vorbei an Bahnhöfen aus der Gründerzeit schnauft das Zügle mit Tempo 20 durch die oberschwäbische Hügellandschaft von Warthausen bei Biberach nach Ochsenhausen, eine der Perlen der oberschwäbischen Barockstraße. Von 1899 bis 1964 transportierte das Öchsle Generationen von Schülern, Arbeitern, Bauern und Hausfrauen durchs Land, dann musste es dem modernen Autoverkehr weichen.

 

Doch hatte die Bahn zu viele Freunde, denen das Herz höher schlug, wenn sie das Pfeifen der Lokomotive und das Rattern der Räder hörten. So erwachte das Öchsle als rollendes Museum zu neuem Leben. Heute bietet der Zug in den liebevoll restaurierten Waggons 400

Fahrgästen Platz.

 

Das Öchsle fährt jedes Jahr zwischen dem 1. Mai und dem 31. Oktober an allen Wochenenden, Feiertagen sowie jeweils am zweiten und vierten Donnerstag im Monat. Abfahrten in Ochsenhausen um 9, 12 und 16.15 Uhr, in Warthausen um 10.30,14.45 und 17.45 Uhr. Die einfache Fahrt kostet 8 Euro*, die Hin- und Rückfahrt 12 Euro* (Kinder die Hälfte), Familien bezahlen 25 Euro* (*Angaben für 2004/ohne Gewähr).

 

Entlang der Zugstrecke führt auch ein Radweg. Wer die Rückfahrt im Zug antreten möchte, kann das Rad kostenlos mitnehmen.

 

Information und Buchung (auch von Sonderfahrten):

Verkehrsamt Ochsenhausen

Tel. 07352/922026

www.oechsle-bahn.de

 

Mehr zum Urlaub in Oberschwaben allgemein:

www.oberschwaben-tourismus.de


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