URLAUB IN SERBIEN

Reisedauer: 7 - 10 Nächte
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      HLX
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      Sehenswürdigkeiten in Novi Sad

      Blick von der Petrovaradinfestung.

      Höhepunkt einer Stadtbesichtigung ist wortwörtlich die Petrovaradin Festung, die als Wahrzeichen Novi Sads Donau und Dächer überblickt. Sie liegt auf einem Hügel zur Rechten des Flusses und bietet eine wunderbare Aussicht. Von 1692 bis 1780 errichtet, war es einst das wichtigste Bollwerk des Balkans für das k.u.k.-Reich. Der beeindruckende Bau verfügt über 12000 Schießscharten und 16 Kilometer Gänge unter der Erde, die sich über vier Ebenen erstrecken und angeblich bis zur Donau führen können.

      Auch auf die tiefschichtige Vergangenheit des Orts wird gern verwiesen: Von der Zeit des österreichischen Reiches über Mittelalter und Römerzeit bis ins Paläolithikum zurück, verfolgt die frisch hergerichtete Ausstellung des Museums die Geschichte der Region. Interessanter als die Exponate dort sind allerdings die 88 Künstlerateliers in der Festung. Maler, Musiker, Teppichweber, Bildhauer - man trifft eine Menge unterschiedlicher Menschen in dem Gemäuer, das als Wohnort und Arbeitswerkstatt gleichermaßen dient. Dazu gibt es in den Sommermonaten Cafés, in denen sich die angenehm zurückgelehnte Atmosphäre der Festung genießen lässt.

      Damit man die Zeit nicht vergisst, wird die Stunde groß angezeigt: Die Zeiger des Uhrentürmchens haben vertauschte Funktionen, zwecks Verdeutlichung gibt der längere von ihnen die Stunde an.

       

      Den Mittelpunkt der Stadt Novi Sad bildet der Platz der Freiheit, "Trg slobode", auf dem früher der Markt stattfand und sich nach und nach der Verkehr konzentrierte. Anfänglich, Mitte des 19. Jahrhunderts diente er als Fiaker-Haltestelle, später kam die Straßenbahn, dann die Stadtbusse. Ende des vorigen Jahrhunderts sperrte man ihn schließlich für den Verkehr, so dass er mit Sitzbänken und Cafés Knotenpunkt der Fußgängerzone mit ihren traditionellen Ladenstraßen ist.

       

      Das Rathaus.

      Rund um den Platz gruppieren sich die meisten der monumentalen Stadtgebäude Novi Sads, die verschiedene Baustile aufweisen. Viele von ihnen erhielten ihr heutiges Aussehen zur Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert, da sie von den Angriffen Ungarns 1849 schwere Schäden davongetragen hatten. Auch das Rathaus "Gradska kuća" mit seinem Glockenturm wurde zu jener Zeit erbaut. Im Neo-Renaissance-Stil zeigen sich an seiner Fassade allegorische Figuren und das Wappen von Novi Sad. Das Innere schmücken Gemälde und Stuckkunst - wiederum mit allegorischen Darstellungen versehen.

       

      Unmittelbar davor stößt man auf das wuchtige Denkmal Svetozar Miletics, einem bedeutenden Politiker des Landes, der in Schrittstellung, den Blick nach oben zur Kirche hin gerichtet, in Metall verewigt ist. Er war Bürgermeister der Stadt, zudem Rechtsanwalt und Journalist.

       

      Das Haus "Zum Zinnsoldaten"

      Die katholische Kirche - "Imena Marijinog", Marias Namen zu Ehren - sticht am Stadtplatz mit spitzen neogotischen Formen ins Auge, die ebenfalls Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. Am Portal kann man sich ein Bild des Architekten Djerdj Molnar machen, seine Gesichtszüge sind dort in Stein geschlagen. Böhmische und ungarische Manufakturen gestalteten die bunten Fenster, die der Stolz des Sakralbaus sind.

       

      In sezessionistischer Umgebung steht der Zinnsoldat fast auf Augenhöhe mit der Kirche. Ihn hat man in einem Gewölbebogen im dritten Stock des Hauses platziert, das nebenan in Rosa- und Apricot-Tönen leuchtet. Es trägt den Namen "Zum Zinnsoldaten" und stammt aus dem Jahr 1909.

       

      Zur Rechten des Rathauses liegt das Gebäude der Vojvodanska-Bank, das Kuppel und Arkaden zieren, zur Linken das Hotel Vojvodina. Es ist das älteste Hotel der Innenstadt und wurde bereits 1746 in Betrieb genommen.

       

      Geht man zwischen Rathaus und Vojvodanska-Bank hindurch, gelangt man auf den Theaterplatz. An dessen Ecke befindet sich das Einkaufs- und Geschäftszentrum "Apolo", welches seinen Namen dem ersten Kino der Stadt aus dem Jahr 1901 verdankt. Wer vor seinem Einkauf noch Geld abheben möchte, kann hier am Automaten auch eine EC-Karte nutzen.

      Das Volks- bzw. Nationaltheater an der anderen Seite des begrünten Platzes existiert in dieser Form seit 1981. Gegründet wurde es 120 Jahre zuvor durch serbische Patrioten. Sein Gebäude, welches von einem Großindustriellen 1895 gespendet wurde, brannte jedoch 1928 vollkommen nieder. So finden Dramen, Opern und Ballett heute in dem nüchtern reduzierten, weißen Bau statt.

       

      Jedes Jahr von Ende Mai bis Anfang Juni kommen hier im Rahmen des Theaterfestivals "Sterijno pozorje" zahlreiche Stücke serbischer Dichter auf die Bühne. Sowohl nationale, als auch internationale Theatergruppen sind an den Aufführungen beteiligt.

       

      Von dem Platz der Freiheit führt die "Dunavska ulica", - Donaustraße - genannte historische Geschäftsstraße am Donaupark vorbei zum Fluss. Sie zählt zu den ältesten und best erhaltenen Straßen Novi Sads, in der man Speiselokale und viele alteingesessene Läden mit schönen Schaufenster und Eingängen findet. Der ein oder andere Abstecher in die kleinen Passagen hier sollte unbedingt gemacht werden.

      Die "Miletićeva"-Straße geht vom Platz der Freiheit in die entgegengesetzte Richtung ab. Sie hieß früher "Lebarski sokak" - Brotgasse - und sorgt auch heute noch für das leibliche Wohl: Viele traditionelle Restaurants haben sich hier niedergelassen. Unter ihnen ist auch das bekannte "Lipa" - Lindenbaum -, das im Jahr 1880 eröffnete. Bis nach dem Ersten Weltkrieg befand sich das Gasthaus "Kod kamile" - Zum Kamel - in der Straße, in dem häufig die intellektuellen Kreise Serbiens zusammenkamen.

       

      Die Katholische Pfarrei der Marienkirche.

      Des Weiteren gibt es in der Stadt eine Vielzahl interessanter Religionsstätten. Zu den drei ältesten serbisch orthodoxen Kirchen gehört die "Uspenska", die Maria-Himmelfahrtskirche, die an der gleichnamigen Straße hinter dem Nationaltheater steht. Sie wurde 1777 gebaut. Rund hundert Jahre später errichtete man auf dem Platz eines älteren Gotteshauses an der Kreuzung von "Dunavska ulica" und "Zmaj Juvina" die ebenfalls serbische orthodoxe Sankt Georg Kirche, die vor allem für die Decken- und Alterbilder berühmt ist. Als älteste orthodoxe Kirche Novi Sads gil die Nikolauskirche, deren Entstehung auf die Zeit nach 1730 datiert wird. Hier wurden die beiden Söhne Mileva und Albert Einsteins getauft.

       

      Im ruhigen katholischen Kirchhof, nordwestlich hinter dem zentralen Platz, liegt die "Plebanija", die katholische Pfarrei, welche zur Marienkirche gehört. Man errichtete sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

       

      Die Synagoge stellt zusammen mit Gemeindehaus und jüdischer Schule einen imposanten Bau dar. Heute finden in dem Gebäudekomplex an der "Jevrejska"-Straße, der 1909 fertig gestellt wurde, Konzerte statt.

       

      Dagny Riegel


       
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