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Lillehammer - Wintersportort und Sommeridyll

Lillehammer Camping. Fotos: Hans-Joachim Franzen

Lillehammer Camping. Fotos: Hans-Joachim Franzen

Lillehammer liegt am nördlichen Ende des Mjøsa-See. In der Stadt mit ihren 26.000 Einwohnern fanden die Olympischen Winterspiele 1994 statt. Wir erlebten Lillehammer von seiner sommerlichen Seite, es war warm und obwohl es schon spät am Tag war, herrschte am kleinen Strand des Platzes noch Betrieb.

Aber nach und nach setzte doch Ruhe ein, die Kinder wurden ins Bett geschickt und die meisten Urlauber zogen sich in ihre Wohnwagen, Wohnmobile oder Zelte zurück. Eigentlich schade, die Landschaft am Mjøsa-See präsentiert sich in der Dämmerung romantisch und still, so als ob auch die Natur schlafen gehen wollte. Die erwarteten Mückenschwärme blieben allerdings aus, nur eine einsame Mücke wollte mich stechen. Ich war allerdings schneller, die Mücke war hin und das Mückenspray blieb im Koffer. Auch in der Nacht verirrten sich keine ungebetenen Besucher ins Zelt, alles blieb ruhig.

Am nächsten Tag, es war ein Sonntag ging es früh in die Innenstadt von Lillehammer. Erwartungsgemäß war es in der Stadt recht ruhig, schließlich war Ferienzeit, viele Norweger und Touristen genossen lieber das schöne Wetter in freier Natur außerhalb der Stadt und so fuhren wir alsbald unserem nächsten Ziel entgegen.

Im Fjell

Im Fjell

Schnell, das bedeutete natürlich nur so schnell wie die Polizei erlaubt und das sind meist 80 km/h, manchmal auch 90 km/h und an Baustellen entsprechend weniger. Die meisten ausländischen Fahrer hielten sich daran, der drastischen Strafen und der Null- Karenzspanne wegen, aber so mancher Norweger überholte mit ordentlichem Speed.

Die Fahrt führte uns ins Fjell, ins norwegische Hochgebirge. Im Wintersportort Oppdal legen wir eine Pause ein und ich erinnerte mich bei einer Tasse Kaffee etwas wehmütig an eine elftägige Wanderung, die ich vor vielen Jahren hier mitgemacht hatte. Sie führte vom Rondanegebirge bis ins Dovre, das unweit von Oppdal beginnt. Dovre und Rondane sind einsame raue Bergregion, die früher hauptsächlich von Schafs- und Ziegenwirtschaft lebte.

Dann ging es weiter durch Wälder, Schluchten, vorbei an Bergen, Sümpfen, Heideflächen, Seen und Bächen.

Am frühen Abend erreichten wir Trondheim, fuhren an der Stadt vorbei und hielten nach einem Campingplatz Ausschau. Auf dem Campingplatz Storsand Gård Camping direkt am Trondheimfjord machen wir Station.

Das Zelt war schnell aufgebaut. So blieb noch etwas Zeit für einige Würfe mit einer leichten Spinnrute vom Steg, der sich direkt vor dem Campingplatz befand. Ein kleines Mädchen hatte eine schöne Makrele gefangen, aber andere Fische wollten bei keinem der Hobbyanglern anbeißen. So mussten auch wir uns mit einem Abendessen aus der Konserve begnügen.

In der Nacht regnete, aber morgens legte Petrus eine kleine Pause ein, genug um das Zelt abzubauen und das Gepäck trocken zu verstauen.

Trondheim

Als der Regen wieder einsetzte ging es wieder auf die E6 in Richtung Trondheim. Kaum war der Wagen in der Parkgarage hörten die Niederschläge auf und so konnten wir trockenen Fußes die Stadt entdecken. Wider erwarten waren die Preise für Bekleidung niedrig, teilweise niedriger als in Deutschland, was nicht nur am Schlussverkauf lag, schließlich war auf den Etiketten auch der alte Preis ersichtlich. Wir stöberten durch die große Einkaufspassage an der Kongens Gate, einer Mall mit vielen interessanten Geschäften, Restaurants und Cafes.

Der /Nidarosdom in Trondheim

Der /Nidarosdom in Trondheim

Auch dem berühmten Dom von Trondheim statteten wir einen kurzen Besuch ab. Aber danach wollten wir doch langsam weiter, schließlich hatten wir noch ein gutes Stück zu fahren.

Die Fahrt ging parallel zu den Ufern des Trondheimfjorde erstmals nach Osten, später nach Nordosten vorbei an Orten wie Hommelvik, Stjørdal und Levanger. Danach knickt unser E6 nach Norden ab, vorbei an Steinkjehr, einem der wichtigsten Städte in der Region.

Einige Kilometer später verließen wir die viel befahrene Europastraße, um über die R17 nach Namsos zu fahren. Hier gab es deutlich weniger Verkehr, die Straße war etwas kurviger, aber sehr gut zu befahren und die Landschaft schien auch immer schöner zu werden.


Kinder auf dem Dach

Am Mjøsa-See

Am Mjøsa-See
Kinder auf dem Dach
Im Gebirge
Im Gebirge
Einkaufszentrum in Trondheim
Mall in Trondheim

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