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Wandern in Norwegen - Trekkingparadiese zwischen Südküste und Finnmark

Wanderer im Fjell

Wanderer im Fjell. Foto: Anders Gjengedal/Innovation Norway

Gerade mal eine knappe Tagesfahrt von Hamburg entfernt, erhebt sich Südnorwegens Bergwelt hinter den unzähligen Inseln der Schärenküste. So sanft wie stetig führen Wanderwege und Straßen von Meereshöhe bis auf rund 1000 Meter Höhe. Für Wanderer auf der Suche nach Naturverbundenheit und Stille bietet die weitläufige Bergwelt von Sørlandet und Telemark wahrhaft paradiesische Bedingungen. Dichte Wälder, Heide, Moore, Hochebenen und unzählige Gewässer lassen sofort vergessen, dass man nur wenige Kilometer vom Salzgeruch des Skagerraks entfernt ist.

 

Wenn sich im September erste Nachtfröste eingestellt haben und alle Mückenbestände vernichtet sind, wechseln Moose, Gräser und Laub ihre Farben und lassen die Natur in leuchtendem Rot und Gelb erstrahlen. Der Herbst ist die vielleicht schönste Wanderzeit in Norwegen, schöner noch als der Frühjahr, die Zeit in der es im Gebirge durch den geschmolzenen Schnee oft noch sehr nass ist.

 

Junge Frauen beim Wandern im Aurlandstal

Junge Frauen beim Wandern im Aurlandstal. Pål Bugge/NTR

Ein besonderes Erlebnis sind Wanderung mit einem Packpferd über das Sirdalgebirge. Faszinierende Wegbegleiter sind Elche, Biber, Rotwild und Greifvögel, die in Südnorwegen ohne langes Suchen in freier Wildbahn zu beobachten sind.

Überblick über ein Sechstel der Fläche Norwegens

In Süd- und Mittelnorwegen finden sich viele recht gut erschlossene Wandergebiete, Gebirgsregionen, die mit gut markierten Wanderwegen und bewirtschafteten Wanderhütten aufwarten können: Gebiete wie Setesdal, Hardangervidda, Hemsedal oder Jotunheim. Es gibt aber auch weniger bekannte, aber ebenso schöne Wanderregionen, zum Beispiel Dovre, Rondane, Gressåmoen Nasjonalpark oder Sulitjelma.

 

Wanderer im Norefjell

Wanderer im Norefjell. Foto: Anders Gjengedal/Innovation Norway

Während in Dovre und Rondane Hütten zu finden sind, in denen man sich selber verpflegt und den fällligen Obulus in einen Umschlag verpackt und in einen Kasten wirft, sind im Gressåmoen Nasjonalpark oder Sulitjelma gar keine Wanderhütten vorhanden. Hier muss man ein Zelt mitbringen oder sich in einer normalen Ferienhütte am Rande der jeweiligen Wanderregion einquartieren.

Es ist sicherlich selbstverständlich: Zu jeder Wanderung im Gebirge gehört ein Kompass und eine Wanderkarte, und Menschen die damit umgehen können. Im 21. Jahrhundert kommt noch ein GPS (um den Stadtort angeben zu können) und ein Handy dazu, damit man im Notfall schnell Hilfe holen kann.

In den Rucksack gehören, auch im Hochsommer, warme Kleidung, Regenbekleidung, Notproviant und Verbandszeug. Dann steht ungetrübtem Wandervergnügen in Norwegen nichts im Weg.

 

 


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