MYTHOS NORDPOL - DIE ERFORSCHUNG DER ARKTIS
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Mythos Nordpol
Der Nordpol übt seit Jahrhunderten große Faszination auf Abenteurer und Entdecker aus. Der renommierte Arktisforscher Jean Malaurie hat 200 Jahre Expeditionsgeschichte am äußersten Nordrand der Welt dokumentiert. "Mythos Nordpol" beschreibt die waghalsigen Expeditionen von rund 20 Entdeckern und zeigt die eindrucksvolle Welt der Inuit. Malaurie erzählt vom Zusammentreffen der beiden unterschiedlichen Kulturen und wie die Arktisbewohner dem Ansturm von Außen letztlich nicht standhalten konnten.
Entdecker wie Sir John Franklin machten sich auf die Suche nach der mythischen Nordwestpassage, einer möglichen eisfreien Route im hohen Norden, um vom Atlantik in den Pazifik zu segeln. Männer wie Charles Francis Hall kämpften sich durch Eis, Schnee und arktische Stürme, um den Nordpol zu erreichen. Sie froren im Packeis ein, wurden von Eisbären angegriffen, überwinterten monatelang in der arktischen Dunkelheit. Manche von ihnen kehrten nie zurück.
Viele überlebten nur mit Hilfe der Inuit. Diese Arktis-Bewohner hatten sich perfekt an die lebensfeindlichen Bedingungen ihrer Heimat angepasst. Sie jagten in Kajaks aus Walrosshaut, fuhren in Hundeschlitten durch die weiße Wüste und trugen Fellkleidung, die warm hielt. Fertigkeiten, die sich Forscher und Abenteurer von ihnen abschauten und ohne die etwa Robert Peary nie als erster Mensch den Nordpol erreicht hätte.
Der Autor Jean Malaurie ist Direktor des Zentrums für arktische Studien an der Sorbonne in Paris. Er leitete mehr als 30 Arktis- Expeditionen und lebte ein Jahr bei den Inuit. Alte Stiche, historische Fotos und Dokumente, faszinierende Landschaftsaufnahmen, moderne Karten der Entdeckerrouten und detaillierte Abbildungen ethnologischer Gegenstände veranschaulichen in seinem literarischen Bildband eindrucksvoll die Entdeckung einer der unzugänglichsten Gegenden der Welt.
"Mythos Nordpol" von Jean Malaurie
Verlag: NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND
69,95 Euro, 400 Seiten, mit 180 Fotos, 650 Abbildungen, 30 Karten
Mehr Infos: www.nationalgeographic.de

