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Tourismus in der Schweiz - sinkende Besucherzahlen sorgen für Unruhe
(02. 09. 2011)
In der Schweiz klagt man dieses Jahr über sinkende Besucherzahlen, vor allem Urlauber aus den Nachbarländern bleiben weg, während sich die Zahlen bei Geschäftsreisenden wenig geändert haben. Im vergangenen Winter kamen zwei Prozent weniger Gäste, so dass Schweiz Tourismus, ein Unternehmen des öffentlichen Rechts, in den vergangenen Monaten 48 Millionen Schweizer Franzen (knapp 42 Millionen Euro) für Werbemaßnahmen ausgegeben hat. Ob mit Erfolg wird sich noch zeigen.
Allerdings ändern Werbemaßnahmen allein nichts an den Ursachen der sinkenden Buchungen. Ein Problem sind die Preise. Urlaub in der Schweiz war schon immer teuer, aber dieses Jahr sind wegen des starken Frankens die Preise nochmals kräftig gestiegen, so stark, dass viele Schweizer auch lange Autofahrten in Kauf nehmen, um in Deutschland, Frankreich, Österreich oder Italien einzukaufen und auch Essen zu gehen.
Urlaub in der Schweiz ist teuer, weil nicht nur die Preise in den Hotels gesalzen sind, sondern auch die Preise für Restaurantbesuche und selbst dem Einkauf im Supermarkt. So können auch sich selbst versorgende, also selber kochende Familien in Ferienwohnungen dem hohen Preisniveau nicht entgehen.
Ein weiteres Problem sind die Serviceleistungen. Die Schweiz lebt immer noch von dem hervorragenden Ruf, den die Gastronomie und Hotellerie des Landes im Ausland genoss. Schließlich liegen hier immer noch einige der bekanntesten Hotelfachschulen des Landes. Aber inzwischen gilt die Schweiz als fremdenfeindlich, was auch an der Minarette-Debatte liegt, und der Service wird oft als unfreundlich und hochnäsig beschrieben.
Auch die Klimaerwärmung, die niedriger gelegenen Wintersportorten echte Probleme bereitet und der zögerliche Aufnehmen von Trends wie Wellness oder Bio, schwächen die Position der Schweiz als Urlaubsland.
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