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Indien - Fort Aguada in Goa muss restauriert werden
(24. 10. 2010)
Goa ist das beliebteste Strand- und Partyurlaubsziel in Indien. Im Winterhalbjahr locken Goas Resorts am Arabischen Meer auch zahlreiche Touristen aus Westeuropa an. Doch der kleine indische Bundesstaat bietet seinen Urlaubsgästen nicht nur Strand, Party und - was von den Verantwortlichen vor Ort zunehmend bekämpft wird - "Sex und Drogen", sondern auch schöne Ausflugsziele und historische Sehenswürdigkeiten. Zu diesen Sehenswürdigkeiten gehören zahlreiche Forts aus der Zeit der Portugisischen Kolonialherrschaft. Als schönstes unter Goas Forts gilt Fort Aguada. Wie der englischsprachige "Goa Blog" berichtet, ist die 1612 erbaute Anlage allerdings restaurierungsbedürftig.
Fort Aguada liegt südlich des Urlaubsortes Candolim auf einer abgeflachten, felsigen Landzunge. Die Anlage sollte den Küstenbereicht nördlich der Mündung des Mandovi-Flusses vor holländischen und maratischen Angriffen schützen. Dass die Portugiesen mit dem Bau der Festung richtig lagen, zeigt die Tatsache, dass Fort Aguada kein einziges Mal eingenommen wurde.
Heute ist Fort Auguada eine beliebte Touristenattraktion, obwohl ein großer Teil der Anlage als Gefängnis dient (in dem Gefängnis "sitzen" übrigens viele Touristen aus Westeuropa, die für Drogendelikte verurteilt wurden!). Ein beliebtes Besuchsziel ist der vierstöckige portugisische Leuchtturm der Anlage (1864 erbaut). Touristen lieben es, vom Fort aus den Sonnenuntergang am Arabischen Meer zu beobachten. Auch ein 5-Sterne Hotel ist heute in der Anlage untergebracht (Fort Aguada Beach Resort).
Restaurierung
Die Restaurierungsbedürftigkeit des Forts ist schon länger bekannt, wurde aber erst jetzt in einer Untersuchung des Archaeological Survey of India (ASI) auch "offiziell" festgestellt und näher bestimmt. Das ASI gehört zum Indischen Kulturministerium, das für die archäologische Erforschung sowie den Erhalt der Kulturgüter Indiens zuständig ist.
Stärker beschädigt sind laut ASI vor allem die Mauern im unteren, meeresnahen Bereich der Festung (siehe Foto). Hier sind unter dem Einfluss der Meeresbrandung bereits Steinstücke aus den Wallmauern herausgebrochen. Aber auch in anderen Teilen des bald 400 Jahre alten Forts gibt es laut ASI Sanierungssbedarf.
Nach einem vom ASI vorgeschlagenen Plan soll die Restaurierung der Festungsanlage 16 Millionen Rupien (gut 250.000 Euro) kosten.
Foto: Am Sinquerim Beach ragen die Festungsmauern des Forts bis ins Meer hinaus. Urheber: Klaus Nahr, Lizenz: creative commons/share alike.
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