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Bali - neue Meeresschutzgebiete für Korallen ausgewiesen
(22. 11. 2010)
Vor den Inseln Nusa Penida, Nusa Ceningan und Nusa Lembongan liegen einige der attraktivsten Tauchgründe Balis. Taucher können hier, südlich der Hauptinsel Bali, unter anderem dem riesigen, bizarr wirkenden Mondfisch (Mola mola) begegnen. Allerdings hat verantwortungslose menschliche Nutzung den korallenreichen Gewässern in der Vergangenheit arg zugesetzt. Am Sonntag wurden daher rund um die drei Inseln 20.000 Quadratkilometer Meeresgebiet zu (natur-)geschützten Zone erklärt.
Zu den drängendsten Problemen, die mit der Naturschutz-Maßnahme bekämpft werden sollen, gehört das sog. "destruktive Fischen". Gemeint ist damit die berüchtigte Dynamit- und Cyanidfischerei, wie Projektleiter Marthen Welly vom weltweit größten Naurschutzverbund "The Nature Conservancy" (TNC) erklärte. Weitere, in Zukunft nun strikt verbotene bzw. zu bekämpfte Mißstände sind laut Welly das Ankerwerfen über Korallenriffen und die wilde Müllentsorgung durch benachbarte Hotels und Privathaushalte. Auch der Korallenabbau befindet sich im Visier der Naturschützer.
Zum Schutzkonzept gehören überdies explizite Richtlinen für den Meerestourismus und die Einrichtung von bestimmten Nutzungszonen (Fischerei, Tourismus, Algenernte). In rund sechs Monaten sollen die neuen Regelungen umgesetzt sein. In die Ausarbeitung werden laut Welly auch die "Communities" vor Ort mit einbezogen.
Die zuständige Regierung von Klungkung - einem der acht Distrikte Balis - wird sich mit 300 Millionen Rupien (ca. 33.600 US-Dollar) an dem Projekt beteiligen. Von den us-amerikanischen Naturschutz- bzw. Entwicklungsorganisiationen TNC und USAID kommen je 50.000 Dollar.
Quelle: www.tourismindonesia.com.
Foto: Ein Mondfisch (Mola mola), fotografiert in den Gewässern vor Nusa Lembongan. Urheber: Ilse Reijs and Jan-Noud Hutten, Lizenz: creative commons.
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