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In Madrid landen und dann alte Kulturen in Kastilien entdecken

(04. 11. 2010)

Kulturstadt Toledo

Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, um die in Deutschland recht unbekannte Provinz Kastilien-La Mancha zu vermarkten, setzt das Spanische Fremdenverkehrsamt seit Kurzem auf Kultururlaub. Dabei steht weder die moderne spanische Architektur im Focus noch die Werke zeitgenössischer Künstler. Bei der neuen Kampagne stehen ausschließlich die Kulturen zwischen der Bronzezeit und dem Mittelalter im Vordergrund.
Um interessierten Urlaubern den Einstieg in der Thema zu erleichtern, hat das Fremdenverkehrsamt eine Route zusammengestellt, die einen guten Überblick über die spanische Geschichte von 2000 v. Chr. bis zur Westgotenzeit gibt.
Als Ausgangspunkt bietet sich Madrid an. Hier landen täglich zahlreiche Flugzeuge aus Deutschland und ein Mietwagen ist schnell zu bekommen. Dann kann es losgehen.
Das erste Etappenziel, der Archäologischer Park Recópolis, liegt etwa 95 Kilometer in östlicher Richtung bei der Stadt Zorita de los Canes. In Recópolis finden Besucher eine Stadt vor, die in westgotischer Zeit errichtet wurde. Zahlreiche gut erhaltene Ruinen, Grundmauern, Stadttore, Aquädukte, Paläste und Basilikas vermitteln ein Gefühl für die Größe der ehemaligen Stadt, aber auch vom architektonischen Können der Menschen dieser Zeit.
Weiter geht es ins 67 Kilometer entfernte Saelices. Vier Kilometer vom Ort entfernt liegt Segóbriga, eine Höhensiedlung der Keltiberer und damals eine bedeutende Stadt. Segóbriga ist eines der bedeutendsten archäologischen Stätten der Iberischen Halbinsel: unbedingt sehenswert.
Der dritte Stopp auf unser Rundtour liegt beim 200 Kilometer südlich gelegenen Hellín. Der Archäologischer Park El Tolmo de Minateda glänzt vor allem wegen seiner Fundstück aus der Bronzezeit.
Der Park Alarcos-Calatrava ist das nächste Ziel der Kulturreise. Er liegt im 240 Kilometer entfernten Ciudad Real. Ob unsere Vorfahren aus der Bronzezeit, Römer, Westgoten, Christen oder Mauren, alle haben hier ihre Spuren hinterlassen.
Wer jetzt nochmals 110 Kilometer zurücklegt, der kommt nach Toledo. Die ehemalige spanische Hauptstadt ist ein Kleinod und ein Muss für jeden kulturell interessierten Reisenden. Nochmals 50 Kilometer entfernt findet man die Stadt Carranque mit seinem Römerpark. Hier wird vor allem der Alltag der Bürger des Römischen Reichs vermittelt.

Das wäre auch schon das Ende der Reise von etwa 850 Kilometern. Es wäre sinnvoll hierfür vier bis fünf Tage einzuplanen, hinzukommen die Tage, die man in Madrid mit seinen Museen und Sehenswürdigkeiten verbringen möchte.

Von: www.urlaub-im-web.de


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