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Philippinen - 'Investruine' Bataan AKW wird Touristenattraktion
(16. 05. 2011)
Das "Bataan Nuclear Power Plant" (BNPP), ein nie in Betrieb genommenes Atomkraftwerk auf der philippinischen Halbinsel Bataan, soll zur Touristenattraktion werden. 2,3 Milliarden US-Dollar kostete der Bau der 1984 zu 98% fertiggestellten Investitionsruine. Das AKW war ein Projekt des berüchtigten Präsidenten Ferdinand Marcos. Seine Nachfolgerin Corazon Aquino stoppte den Bau 1986 aus Sicherheitserwägungen, wobei neben technischen Mängeln vor allem Standortaspekte eine Rolle spielten: Das umliegende Gebiet ist erdbebengefährdet und in der Nähe des AKWs gibt es vier aktive Vulkane. Zudem ist die philippinische Mega-Metropole Manila nur rund 60 Kilometer entfernt. Von dort u. a. sollen jetzt ausländische Touristen zur Besichtigung kommen.
Die Besucher erhalten einen Einblick in die Anlage und ihren intakten Reaktor, um zu erkennen "wie Kernenergie bei unsachgemäßer Handhabung überall auf der Welt die Lebensqualität von Menschen bedroht", sagte Ronald Tiotuico vom regionalen Tourismus-Departement der Zeitung "Philippine Star". Tiotuico weiter: "Wir hoffen, dass das Bataan Kernkraftwerk der globalen Gemeinschaft als Warnung vor Fallout-Katastrophen wie denen auf Three Mile Island (Harrisburg, d. V.), in Tschernobyl und in Fukushima dienen wird."
Die AKW-Besichtigungen sollen lediglich im Rahmen größerer Touren durchgeführt werden. Als separates touristisches Angebot wird es sie nicht geben. Die größeren Touren sollen u. a. historisch-kulturelle Sehenswürdigkeiten und Strandbesuche mit einschließen.
Foto: Bald zu besichtigen: Der Zentralraum des AKWs in Bataan.
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