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Goa mal anders: das Bondla Wildschutzgebiet und sein Mini-Zoo

(06. 03. 2011)

Lippenbär, Zoo, Goa, Bondla Wildschutzgebiet. Foto: Gopal Venkatesan, Lizenz: creative commons/share alike

Goa ist international vor allem als erstklassiges Strandurlaubsziel bekannt. Sowohl Familien als auch Partytouristen zieht es zu Abertausenden an Goas Touristenressorts am Arabischen Meer und anderswo. Gleichwohl ist der Ruf des indischen Bundesstaates bzw. seiner Touristenzentren nicht nur positiv. Oft hört man, dass vor Ort "Sex und Drogen" leicht verfügbar seien. Und dass es mit der Touristensicherheit nicht optimal bestellt ist. Doch wie dem auch sei: Goa besitzt - neben z. B. durchaus ruhigen Stränden - ein paar touristische Kleinode, die ebenfalls nicht zum Negativklischee von der allzu lauten und "gefährlichen" Partyzone passen und vornehmlich Familienurlauber ansprechen. Ein Beispiel ist der kleine Zoo im "Bondla Wildlife Sanctuary", dem kleinsten Naturschutzgebiet des indischen Bundesstaates. Die erfreuliche Nachricht: Der Mini-Zoo erlebt aktuell einen wachsenden Besucherzuspruch.

Die kleine Anlage, die vor einigen Jahren gegründet wurde, um eine Pflegestation für verletzte und misshandelte Wildtiere zu schaffen, beherbergt heute 125 Arten, darunter Bisons, Leoparden, Panther, Elefanten, Hirsche, Rehe, Bären, Schakale, Schlangen (Königskobra, Pythons), Krokodile und zahlreiche Vögel. Auch ein Botanischer Garten und ein Rosengarten sind vor Ort vorhanden.

Immerhin 87.747 Ausflügler besuchten den Zoo im Zeitraum 2009-2010, wie die indischen Internetseite www.goablog.org vor ein paar Tagen berichtete. Darunter waren vor allem Schulklassen (23,549 Besucher), aber auch 2.261 ausländische Touristen. Unlängst konnte die Popularität des Zoos durch den Einzug des Tigers "Rana" und der Tigerin "Sandhya" weiter gesteigert werden. Zusätzliche Verbesserungen des Angebots sind im Gange.

Die Einnahmen des Zoos und der mit ihm zusammenhängenden Einrichtungen sind 2009-10 gegenüber dem Zeitraum 2008-09 um gut 26% gestiegen. Eintrittsgelder machten den Großteil dieser Einnahmen aus, dazu kamen Gelder aus dem Beherbergungsgewerbe (Cottages, Wohnheime). Auch mit touristischen Angeboten wie "Elefantenreiten" und mit dem Verkauf von botanischen Gewächsen wurden Einnahmen generiert.

Das acht Quadratkilometer große Bondla Wildschutzgebiet bietet Ausflüglern überdies eine wunderschöne, ökologisch intakte Landschaft mit feuchten Laubwäldern, immergrünen Gewächsen und Bambusplantagen. Beliebt sind Safaris innerhalb des Bondla-Wildparks.

Foto: Lippenbär im Zoo des Bondla Wildschutzgebietes. Urheber: Gopal Venkatesan, Lizenz: creative commons/share alike.

Von: www.urlaub-im-web.de


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