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Erstes Meeresschutzgebiet an Ägyptens Mittelmeerküste geplant
(14. 03. 2010)Ägypten scheint mit Nachdruck auf einen ökologisch verträglichen Tourismus zu setzen. Bereits im Februar wurde das ehrgeizige Ziel verkündet, in der Touristenhochburg Sharm el Sheikh (Sinai-Halbinsel) bis zum Jahre 2020 eine CO2-neutrale Umweltbilanz herzustellen. Sharm el Sheik verfügt aktuell über 62.000 Hotelzimmer und lockt jährlich 3 bis 4 Millionen Touristen an. Geplant sind u. a. die Einführung erneuerbarer Energien, eine Reduzierung des Wasserverbrauch und ein verbessertes Abfallmanagement.
Ein weiteres, freilich etwas anders geartetes Ökö-Projekt betrifft die ägyptische Mittelmeerküste: Nahe der Grenze zu Libyen ist die Errichtung eines 383 Quadratkilometer großen Meeresschutzgebietes geplant, das auch gezielt Öko-Touristen anlocken soll.
Das Meersschutzgebiet, das größtenteils im Wasser des Golfs von Sallum liegen wird, ist Ägyptens 28-tes Naturschutzgebiet, aber sein erstes am Mittelmeer. Wie Ägyptens Umweltminister Maged George gegenüber der Presse erklärte, soll das neue Öko-Projekt nicht nur dem Erhalt der Artenvielfalt dienen, sondern auch einen Betrag zur Bekämpfung der Bodendegradation, der Überschwemmungsgefahr und des Klimawandels leisten.
In dem zukünftig geschützten Gebiet leben laut George 160 Vogelarten (einheimische Vögel und Zugvögel), 30 Reptilien- und Amphibienarten sowie 10.000 bis 12.000 Meerstierarten. Der Minister erhofft sich im Zuge der Umweltschutzmaßnahe auch eine Belebung der wissenschaftlichen Forschung zur Biodiversität in Ägypten.
Ein weiteres Ziel sei es , den Golf von Sallum auf der "Karte des weltweiten Ökö-Tourismus" zu etablieren.
Quelle: www.scientificamerican.com.
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