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Kanarische Inseln - Ökoprojekt verzögert sich

(14. 01. 2011)

Restaurant auf der Kanareninsel El Hierro

Die Finanzkrise in Spanien macht auch vor prestigeträchtigen Umweltschutzprojekten nicht halt. Jetzt sind auch die Kanarischen Inseln betroffen. Eigentlich sollte die Insel El Hierro bereits letztes Jahr in der Lage sein, ihren Energiebedarf zu 100 Prozent durch erneuerbare Energieträger zu befriedigen. Die Hoffnung der Insel-Einwohner erfüllte sich nicht und auch das neue Ziel, im Jahre 2012 das Erreichen der Unabhängigkeit von Öleinfuhren verkünden zu können, ist stark gefährdet.

Der Grund sind Einsparungen der spanischen Regierung. So wurden den Kanarischen Inseln die Mittel generell um 12 Prozent gekürzt, was vor allem den Bausektor und den Tourismus schwer trifft.

Das Ziel des Projektes ist es, El Hierro mit seinen 10.500 Einwohnern komplett von der Erdöl-Einfuhr unabhängig zu machen. Zur Energiegewinnung soll in erster Linie Windkraft herangezogen werden. An Tagen, an denen durch die Windkraft mehr Strom als notwendig produziert wird, soll Wasser in einen 500.000 Kubikmeter fassenden Vulkankrater in den Bergen der Insel gepumpt werden. Für windarme Tage ist vorgesehen, das Wasser etwa 680 Meter zurück ins Tal stürzen zu lassen und so Stromgeneratoren eines Hochdruckwasserkraftwerks anzutreiben.

Der durch Wind- und Wasserkraft erzeugte Strom soll nicht nur die Inselhaushalte versorgen, sondern auch Energie für Elektroautos liefern. Darüber hinaus soll die produzierte Strommenge ausreichen, um die beiden Meerwasserentsalzungsanlagen der Insel ohne andere Energieträger zu betreiben.

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Von: www.urlaub-im-web.de


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