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Bulgarien - Kampagne gegen unbeschränkten Zugang zu Porno-TV in Hotels
(06. 02. 2011)
Mehrere bulgarische Nichtregierungsorganisation (NROs) sowie andere namhafte Einrichtungen setzen sich für einen verbesserten Jugendschutz in den Hotels des Landes ein. Ziel ist es, den Zugang Minderjähriger zu Porno-TV in Hotelzimmern zu unterbinden bzw. einzuschränken. Die Kampagne wird unter anderem vom National Kids' Network, der Samaritan Association, der Karin Dom Foundation, der Parents Foundation, der Children and Family Association und dem Rundfunksender BG Radio unterstützt.
"Der freie und unbegrenzte Zugang zu Erwachsenen-Kanälen gilt in Bulgarien als selbstverständlich, eventuelle Restriktionen hängen vom guten Willen der Hotelbesitzer und von ihrer moralischen Einstellung ab", heißt es in einer Stellungnahme der Kampagnen-Betreiber. Dem müssten strikte und allgemein verbindliche Bestimmungen entgegengesetzt werden.
Die bulgarischen NROs verweisen darauf, dass Hotelgäste in den USA den Zugang zu Erwachsenen-Kanälen eigens beantragen und extra bezahlen müssen. In vielen EU-Staaten seien private TV-Programme für Hotelgäste generell nur gegen Gebühr verfügbar.
Exkurs: Marriott will kein Porno-TV mehr anbieten
Die us-amerikanische Hotelkette Marriott hat übrigens Ende Januar verkündet, in ihren weltweit rund 600.000 Zimmern bald überhaupt keine Pornofilme mehr anzubieten. Der wichtigste Beweggrund des Marriott-Managements ist wirtschaftlicher Natur: Viele Gäste hätten heute mit ihren Mobilcomputern billigen Zugang zu Pornos aus dem Internet, so dass kostenpflichtige TV-Angebote in den Hotelzimmern weniger nachgefragt werden. Nichtsdestotrotz verweist das Unternehmen, das christlich-konservativen Kreisen in den USA nahe steht, auch auf moralische Motive, vor allem den Jugendschutz. In Bulgarien ist Marriott bislang nicht vertreten.
Quelle u. a.: www.novinite.com.
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