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Silvester fernab des Großstadt-Trubels feiern - die Jagodinska-Höhle in Bulgarien

(26. 12. 2010)

Tropfsteinformationen in der Jagodinska-Höhle. Foto: Nikola Gruev, Lizenz: creative commons/share alike

Silvester feiern viele Touristen bevorzugt in der Stadt. Vor allem große Metropolen bieten einen ganzen Reigen teils spektakulärer Silvester-Events (samt Großfeuerwerk) und Ausgehmöglichkeiten ohne Ende. Doch nicht alle Silvester-Touristen lockt die spektakuläre, laute, meist auch von großem Gedränge und starker Kommerzialisierung geprägte Feierei in den Großstädten. In Bulgarien beispielsweise ist seit einigen Jahren die Jagodinska-Höhle ein echter Silvester-Geheimtipp. Die Höhle liegt in den Rhodopen, einem touristisch gut erschlossenen Gebirge im Süden des Landes, und bietet ebenfalls Spektakuläres, wenngleich anderer Art: kunstvoll geformte (und heute beleuchtete) unterirdische Formationen, die im Laufe von Jahrmillionen durch die Schöpferkraft des Wassertropfens entstanden sind.

Organisiert wird die Silvesterfeier von einem bulgarischen Touristenclub namens "Rodopeya". Die Höhle liegt rund zwei bzw. acht Kilometer von dem Dörfen Jagodina und Trigrad entfernt.

Mit ihrer Länge von zehn Kilometern zählt die Jagodinska-Höhle zu den größten Höhlen der Region. Insgesamt hat die Höhle drei Ebenen. Die dritte Ebene ist elektrifiziert, hier befindet sich ein 1.100 Meter langer Pfad, auf dem Touristen die verschiedenen "Säle" des Felsenlabyrinths erkunden können. Manche der seltenen und geheimnisvoll anmutenden Tropfsteinformationen sind nach Ähnlichkeiten benannt - z. B. "Heiliger Nikolaus", "Schneewitchen und die sieben Zwerge", "Die Jungfrau Maria und Ihr neugeborenes Kind", "Der Elefant" oder "Die Krokodile".

Die Temperatur im Inneren der Höhle liegt das ganze Jahr über bei rund 6° C. Außer Silvesterfeiern werden in der Jagodinska-Höhle auch gerne Hochzeiten veranstaltet. Darüber hinaus gibt es naturkundliche und archäologische Führungen. In der Höhle finden sich u. a. Wohnspuren aus der Jungsteinzeit. In diesem Jahr wurde die Jagodinska-Höhle von rund 51.000 bulgarischen und ausländischen Touristen besucht.

Foto: Mindestens so spektakulär wie ein Silvesterfeuerwerk: Tropfsteinformationen in der Jagodinska-Höhle. Urheber: Nikola Gruev, Lizenz: creative commons/share alike.

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Von: www.urlaub-im-web.de


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