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TOP COP - Touristenpolizei soll die Philippinen sicherer machen

(22. 12. 2010)

Philippinen, Manila bei Nacht. Foto: CC/Themanilaexperience

TOP COP heißt ein neues Programm der philippinischen Polizei, mit dem die Sicherheit in- und ausländischer Touristen auf den Philippinen spürbar erhöht werden soll. Die Abkürzung steht für "Tourism Oriented Police for Community Order and Protection" und bezeichnet eine spezielle Touristenpolizei, die nach jetzigen Planungen in den 14 wichtigsten Touristenzielen (Städten, Inseln etc.) des Landes zum Einsatz kommen wird. Partner bei der Konzipierung und Umsetzung des Vorhabens ist das staatliche "Departement of Tourism". Die einbezogenen Polizisten durchlaufen eine spezielle Ausbildung.

Zum Qualifikationsprofil der TOP COP-Polizisten gehören eine Spezialisierung auf tourismusspezifische Kriminalität, interkulturelle Kompetenz, Fremdspachenkenntnisse u. Ä. Mitte Dezember hatten bereits 185 Polizisten die TOP COP-Ausbildung absolviert. Sie werden in Manilia City und auf der Insel Cebu eingesetzt. Im kommenden Jahr wird die Zahl der TOP COP-Polizisten weiter wachsen; vorgesehene Einsatzgebiete sind die Provinz Zambales, Baguio City, Davao City, die Insel Boracay, die Stadt Puerto Princesa, die Insel Bohol, die Provinzen Ilocos Norte, Negros Oriental und Camarines Sur, die Stadt Cagayan de Oro, die Insel Camiguin und die Region Cagayan Valley.

Die TOP COP-Einheiten sollen eine hohe, gut sichtbare Polizeipräsenz in hochfrequentierten Touristenorten  sicherstellen. Dies gilt insbesondere für Spots mit ausgeprägtem Nachtleben. Ziel ist es, potentielle Kriminelle abzuschrecken und das Sicherheitsgefühl der Touristen zu erhöhen. Zudem sollen Touristen, die Kriminalitätsopfer werden, schneller einen (kompetenten) Polizisten finden.

Alberto Lim, Chef des nationalen Tourismus-Departments, hat beim Obersten Gerichtshof der Philippinen überdies die Einrichtung von "Touristengerichten" oder "night courts" (Nachtgerichten) vorgeschlagen.  Ein Vorteil solcher Schnellgerichte wäre u. a., dass kriminalitätsgeschädigte Touristen dort zeitnah aussagen könnten. Nach Angaben der philippinischen Polizei werden 99% aller an ausländischen Touristen verübten Straftaten nicht verfolgt bzw. geahndet, weil die Opfer nicht bereit oder in der Lage sind, für eine Aussage bei einer regulären, später angesetzten Gerichtsverhandlung erneut auf die Philippinen zu reisen.

Foto: Einsatz in Manila. Auch die Hauptstadt der Philippinen soll dank der TOP COP-Einheiten für Touristen sicherer werden. Copyright: CC/Themanilaexperience.

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Von: www.urlaub-im-web.de


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