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Globaler Gesundheitstourismus boomt - Deutschland gut aufgestellt

(16. 12. 2010)

Gesundheitstourismus, Zahnbehandlung. Foto: djd/proDente e.V.

Der globale Gesundheitstourismus (Medizintourismus) befindet sich weiter auf dem Vormarsch.  Nach einer aktuellen Studie des New Yorker Marktforschungsunternehmens "Frost and Sullivan" wird der weltweite Umsatz der Branche 2012 auf 100 Milliarden US-Dollar steigen. Gegenwärtig wächst der globale Gesundheitstourismus laut Studie jährlich um 20-30 % und stellt damit den Freizeit- wie den Geschäftstourismus deutlich in den Schatten. Der Anstieg dürfte sich weiter fortsetzen. Zu den Gründen des Booms zählt u. a., dass die Angehörigen der "Baby-Boomer"-Generation allmählich ins Rentenalter kommen. In diesem Jahr wird die Zahl der weltweit reisenden Gesundheitstouristen laut Frost and Sullivan bei drei Millionen liegen. Den globalen Jahresumsatz 2010 prognostiziert die Studie auf 78.5 Milliarden US-Dollar.

Beim Kampf um die Gesundheitsgäste ist vor allem Deutschland gut aufgestellt. Auch andere europäische Länder - etwa die Schweiz - können sich wohl begründete Hoffnungen auf größere Anteile vom wachsenden Kuchen machen. Allerdings müssen sich die Europäer einer stärker werdenden Konkurrenz aus asiatischen Ländern wie Thailand, Indien und Malaysia erwehren. Die dortigen Gesundheitseinrichtungen bieten inzwischen akzeptable qualitative Standards, gleichwohl sind die Preise noch immer niedrig.

Deutschland - preiswerter als man denkt

Das deutsche Gesundheitssystem gilt im internationalen Vergleich als exzellent (hohe Qualität, sichere und schnelle Behandlungen) und zieht vor allem Gesundheitstouristen aus Nahost sowie Großbritannien und den USA an. Zudem sind medizinische Dienstleistungen hierzulande weniger teuer als man denkt. Nach Einschätzung von Samir Daqqaq, einem leitenden Angestellten der "Oetker Hotel Collection", liegen die Kosten für Behandlungen in Deutschland um rund 50% niedriger als für vergleichbare "medical treatments" in den USA oder Großbritannien. Die Oetker Hotel Collection umfasst vier europäische Grand Hotels, darunter das Brenner's Park-Hotel & Spa in Baden Baden. Das Brenner's zählt zu den wenigen Grand Hotels in Europa, die echte medizinische Wellnessleistungen anbieten (Link zum Hotel).

Als weiterer Trumpf Deutschlands gilt übrigens die allgemeine touristische Attraktivität des Landes.

Dass niedrige Preise - anders als ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis - keine zwingende Voraussetzung sind, um Gesundheitstouristen aus aller Welt anzulocken, belegt im Übrigen eine McKinsey-Studie aus dem Jahre 2008.  Nach dieser Studie kommt es 40% aller Gesundheitstouristen auf moderne Medizintechnologie an. 32% suchen eine bessere medizinische Behandlung. Motive wie geringere Wartezeiten (15%) und Kostenersparnis (9%) rangieren klar abgeschlagen dahinter.

Zu den wichtigsten Herkunftsregionen der Gesundheitstouristen zählt übrigens der Nahe Osten. Es wird geschätzt, dass rund 20% der globalen Nachfrager medizintouristischer Leistungen von dort kommen. Allein Touristen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten geben jährlich rund zwei Milliarden US-Dollar für Medizinreisen aus. Gleichwohl sehen Experten gerade auf diesem regionalen Markt noch großen Wachstumsspielraum.

Foto: Mit den Flieger zum Zahnarzt? Zahnbehandlungen sind ein wichtiger Eckpfeil des globalen Gesundheitstourismus. Urheber: djd/proDente e.V.

Von: www.urlaub-im-web.de


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