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"Tropische Korallen" - auf Fossiliensuche in der Eifel (Teil III)

Rummerschlegel und Schmetterlingspfad

Bevor es dann in den Ort Nettersheim zurückging, standen noch zwei weitere Natursehenswürdigkeiten auf dem Programm.

Rummerschlegel


Der Rummerschlegel, den die Wandergruppe auf Weg zum Flüsschen Urft passierte, ist eine Felsregion aus zinnenartig verwittertem Dolomitgestein aus dem Devon. Die Felsenformation entstand durch ein komplexes Zusammenspiel natürlicher Kräfte wie Klüftung, Verkarstung, Eisprengung und Abtrag. Bestiegen wurde der etwas vom Wald verborgene Rummerschlegel auf der Wanderung allerdings nicht.

Schmetterlingspfad


Nach allgemeinen Ausführungen über die Prägung der örtlichen Flora und Fauna durch kalkreiche Böden besuchte die Wandergruppe den an der Urft gelegenen "Schmetterlingspfad". Hier, im "Schmetterlingsschutzgebiet Urfttal", standen nun freilebende Tiere im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.


Auf dem Weg zur Urft

Schmetterlingspfad
Informationstafel zum Waldteufel (Bilder zum Vergrößern anklicken)


Nicht weniger als 60 verschiedene, z. T. ökologisch anspruchsvolle und stark gefährdete Tagfalterarten sind in der Umgebung des Lehrpfades anzutreffen. Zu verdanken ist dieser für Nordrhein-Westfalen äußerst hohe Wert der Existenz verschiedener, miteinander verzahnter Pflanzengesellschaften, die den Tieren ideale Lebensbedingungen bieten. Das Schutzgebiet wurde von der Gemeinde Nettersheim in Zusammenarbeit mit der "Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen" (Schmetterlingskundler) konzipiert und wird regelmäßig gepflegt.

Einer der "Stars" des Schmetterlingspfades ist der sog. Waldteufel (auch "Graubindiger Mohrenfalter" genannt), der 30 Jahre lang als verschollen galt. Der Falter mit dem rotbraunen Kranz und den kleinen, schwarz-weißen Augenflecken sammelt seinen Nektar auf sonnigen Kalktrockenrasen, legt seine Eier aber nur auf an bestimmten Gräsern im Halbschatten ab. Daher ist die im "Schmetterlingstal" anzutreffende Kombination aus lichten Kiefern- und Mischwäldern einerseits und Kalktrockenrasen andererseits für das Tier ideal. Während der Waldteufel, der alljährlich im August flattert, laut der Roten Liste NRW "vom Aussterben bedroht ist", lässt er sich auf dem Nettersheimer Schmetterlingspfad immer häufiger antreffen.

Besucher des Schmetterlingspfades werden über die Zusammenhänge zwischen Faltervorkommen und natürlichen Lebensräumen auf 6 aufwändigen Schautafeln gründlich informiert.

"Hochsaison" hat der Lehrpfad von Juni bis August, da dann die meisten Falterarten aktiv sind.
Tatsächlich konnte sich auch die Wandergruppe davon überzeugen, dass es bei schönem Sommerwetter im "Schmetterlingstal" von verschiedensten Schmetterlingsarten nur so wimmelt. Selbst am Wegesrand tauchten ständig neue Vertreter der bunten Luftakrobaten auf und konnten aus nächster Nähe in Augenschein genommen werden.

So fiel auch das Fazit dieser Etappe der Wanderung positiv aus. Gerade für Kinder dürfte ein Besuch des Schmetterlingpfads spannend, lehrreich und - hinsichtlich des Naturschutzgedankens, der das Projekt durchzieht - "pädagogisch wertvoll" sein.

Nettersheim - für Wanderer empfehlenswert

Nach dem Besuch des Schmetterlingspfades kehrte die Wandergruppe in den Ort Nettersheim zurück und löste sich nach einer kurzen Bilanz und einer freundlichen gegenseitigen Verabschiedung auf. Der Vertreter von Urlaub-im-web gewann auf der Tour einen äußerst positiven Eindruck von der Eifelgemeinde, die Wanderfreunden natürlich weit mehr zu bieten hat, als während einer einzelnen (Themen-)Wanderung vermittelt werden kann.

Viele touristische Informationen finden Sie auf der Homepage des Naturzentrums Eifel: www.naturzentrum-eifel.de

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