URLAUB IN SPANIEN - NAVARRA
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Navarra – Aktivurlaub in den Bergen oder Kulturbesuch in Pamplona
Die autonome spanische Region Navarra grenzt im Norden an Frankreich, im Westen an das Baskenland und im Süden und Osten an Aragonien. Geografisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum ist Pamplona, eine Stadt mit knapp 200.000 Einwohner, die bereits von den Römern gegründet wurde. Die Region rund um Pamplona war allerdings schon vor zehntausenden von Jahren besiedelt.
Viele Besucher aus Nord- oder Mitteleuropa, die mit dem Auto unterwegs sind, um in Spanien Urlaub zu machen, fahren an Navarra vorbei. So manche Fahrer nehmen die westliche Autobahn AP-1 über Bilbao, um weiter in Richtung Madrid oder Asturien, Galicien oder Portugal zu reisen.
Die meisten Urlauber fahren allerdings östlich, sie sind auf der berühmten Mittelmeerautobahn, der südlichen Verlängerung der französischen Autoroute du Soleil, zu finden. So wundert es nicht, dass die Region Navarra nicht im Fokus des europäischen Massentourismus steht. Ganz im Gegenteil viele Urlauber haben von der Region noch nie etwas gehört. Es gibt allerdings Ausnahmen. Es sind Menschen, die in ihrem Urlaub etwas anderes wollen als relaxen und sich sonnen.
Navarraurlauber sind entweder Kultururlauber, die geschichtlich spannende Orte wie Pamplona, Tudela, Puente la Reina, Estella und Sangüesa kennenlernen möchten, oder Aktivurlauber, die in ihrer freien Zeit ihrem Hobby nachgehen wollen, zum Beispiel Bergsteigen, Bergwandern, Reiten, Canyoning, Drachenfliegen, Kajak- oder Kanufahren, Fliegenfischen oder im Winter Ski fahren.
Wandern in Navarra
Bergwanderer zieht es meist in den Norden Navarras. In den Pyrenäen finden sich zahlreiche gut ausgebaute Wanderrouten für Anfänger und Fortgeschrittene. Die beliebtesten Ziele für Wanderer liegen zwar in den Pyrenäen, aber auch die Gebirgszüge Sierra de Aralar und Sierra de Urbasa bieten viele abwechslungsreiche Wanderwege. Traditionell führen viele Wege über solche Berggipfel, die auf normalen Pfaden ohne schwierigkeiten erreicht werden können. Wenn die Sicht gut ist, hat man so auf jeder Wanderung einen tollen Blick von oben über die abwechslungsreiche Landschaft Navarras. Wer bei einer Wanderung auf Anstiege verzichten möchte, der kann eine Talwanderung unternehmen oder eine Route wählen, die an einem der Seen der Region entlang führt, zum Beispiel am Stausee Embalse de Eugi oder am Embalse de Itoiz.
Canyoning, Kajak- und Kanufahren und Forellenfischen
Cañons und Schluchten sind das Refugium für Anhänger des Canyoning. Im Naturschutzgebiet Urbasa-Andía ist einer der anspruchsvollsten Schluchten zu finden, die Artazul-Schlucht.Einsteiger sollten hingegen eher mit der Arandari-Schlucht im Roncal-Tal anfangen. Weitere beliebte Canyons liegen im Belaguatal.
Auch Anhänger des Kajak-und Kanusports kommen in Navarra voll auf ihre Kosten. Beliebte Flüsse sind der Areta, Esca, Irati, Salazar und Urrobi. Alle vier Flüsse fließen zum Mittelmeer hin und sind auch für weniger Geübte Wassersportler geeignet. Der Bidasoa hingegen fließt in Richtung Biskaya.
Bereits seit etwa einhundert Jahren stehen die Bäche Navarras bei Sportanglern hoch im Kurs, wie jeder weiß, der einmal den Roman "Fiesta" von Ernest Hemingways gelesen hat. Neben der europäischen Bachforelle ist auch die aus Nordamerika eingebürgerte Regenbogenforelle zu finden. Forellenfischen in Navarra ist meist Fliegenfischen, die edelste und schwierigste Art und Weise einen Fisch zu überlisten. Bekannte Gewässer für Forellen sind der Rio Urederra, der Rio Zadorra und der Rio Ega.
Wer es mit traditionellen Angelmethoden wie Stippfischen, Grundangeln oder Spinnfischen probieren möchte, der ist an den Flüssen Ebro, Arga, Aragón und Cidacos gut aufgehoben oder er probiert es an einen der Stauseen wie dem Ortigoza. Mögliche Beute sind Karpfen, Barben, Weißfische, Aale, Welse, Hechte, Schwarzbarsche oder Zander.
Auch für Winterurlauber ist Navarra, vor im Norden des Landes interessant: Die Bedingungen für Alpinski fahren, Skilanglauf oder Schneeschuhwandern sind sehr gut.
Naturhighlights in Navarra
Ganz im Süden Navarras liegt Bardenas Reales eine 415 Quadratkilometer große Wüste, die durch ihre warmen Farben ein wenig an Arizona erinnert. Seit mehr als zehn Jahren gehört die Wüste zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt.
Wer die Flora Navarras kennenlernen möchte, der ist im Baztan Tal gut aufgehoben. Eine Wanderung durch die parkähnlich, mit Laubbäumen bewachsenen Hügellandschaft ist Wellness für Körper und Geist. Besonders der mehr als 2.000 Hektar große botanischen Garten von Senorío de Bértiz überrascht und entzückt seine Besucher. Hier wachsen zahlreiche seltene Pflanzen unter anderem mehr als einhundert verschieden Baumarten.
Freunden von beeindruckenden Landschaften empfiehlt sich ein Besuch in der mehr als 5,5 Kilometer langen Schlucht von Arbayún, einem Tal mit bis zu 300 Meter hohe Steilwänden an den Rändern und einer abwechslungsreichen Vegetation im Talboden.
Im Norden Navarras, in der Bergwelt der Pyrenäen gibt es viele weitgehend unberührte Landschaften mit schroffen Felsen, vegetationsreichen Tälern und Wäldern mit einer vielseitigen Tierwelt: Rehe, Hirsche, Gemsen, viele verschiedene Greifvogelarten, vom Falken bis zum Geier sind ebenso zu finden wie Luchse, Füchse und Wildkatzen. In der Nähe der Naturreservate liegen zudem oft malerische kleine Dörfer. Es empfiehlt sich in einem der privat geführten Hotels zu übernachten und bei einem ausgiebigen Abendessen einige der Spezialitäten der Region zu testen.



