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Im Urlaub Platz genug - Münchens Plätze

Der Marienplatz gilt als der zentrale Platz Münchens. Fotos: FVA München

Der Marienplatz gilt seit der Stadtgründung als der zentrale Platz Münchens. Beherrscht wird Münchens "Gute Stube" vom neugotischen Neuen Rathaus, in dessen Turm täglich um 11 Uhr und 12 Uhr (Von 1.3. - 31.10. auch 17 Uhr) das bekannte Glockenspiel erklingt.

Der Marienplatz ist Zentrum für Feierlichkeiten und politischen Veranstaltungen, im Fasching verwandelt er sich zur "Gaudizone" und zur Adventszeit findet hier Münchens traditioneller Christkindlmarkt statt.

Früher als "Schrannenplatz" bekannt, diente der Marienplatz als Salz- und Getreidemarkt. Er war merkantiler Mittelpunkt der wichtigen Ost-West-Handelsachse.

Von 1310 an durfte der Platz nicht mehr bebaut werden. Das Stadtbild des 19.Jahrhunderts wurde von zahlreichen Laubengängen in den schmalen Häusern der Bürgern geprägt.

Bemerkenswert ist auf dem Marienplatz der Fischbrunnen, am damaligen Fischmarkt gelegen, sowie die Mariensäule, deren Errichtung auf ein Versprechen Kurfürst Maximilians 1638 während der Schwedenzeit zurückzuführen ist.

Münchens größter Obst- und Gemüsemarkt, der Viktualienmarkt, kann schon auf eine lange Tradition zurückblicken. Sein spezifisches Flair macht die enge Nachbarschaft von Bodenständigem und Exotischen aus. Zum Mittagsimbiß laden die verschiedensten Stände und im Sommer der schattigen Biergarten unter dem Maibaum ein.

Auf dem Terrain des aufgehobenen Heiliggeistspitals begann 1807 ein "Kräutlmarkt", der sich im Lauf der Zeit immer weiter ausdehnte und vor etwa 100 Jahren schon die heutigen Ausmaße hatte. König Max II. ließ 1851 nach Pariser Vorbild ein 400 Meter langes Gebäude errichten, die sogenannte Schrannenhalle, in der Getreide verkauft wurde.

1937 brannte die Halle ab, erhalten geblieben ist aber die Metzgerzeile unter der Peterskirche aus dem Jahr 1881.

Den Karolinenplatz kann man als ein strahlenförmig angelegtes Platzensemble des Klassizismus beschreiben, mit einem auf dem Platz dominierenden Obelisken.

Münchens großer Baumeister Karl von Fischer plante die Briennerstraße mit großer Sorgfalt. Er baute diesen ehemaligen Fürstenweg zwischen Residenz und Schloß Nymphenburg zu einer Prachtstraße und setzte mit dem Karolinenplatz einen weiteren attraktiven Akzent. Den Platz schmückt ein Obelisk den Klenze 1833 zur Erinnerung an die im Rußlandfeldzug gefallenen 30000 bayerischen Soldaten errichtete.

Der Friedensengel.

In Gestalt einer griechischen Siegsgöttin erinnert der "Friedensengel" an die goldenen Jahre nach dem Frieden von Versailles 1871, als München der große Anziehungspunkt für Künstler und Wissenschaftler aus aller Welt war. Das Denkmal gilt als eines der hervorragendsten seiner Epoche. Es wurde an der prominenten Stelle erbaut, die Ludwig II. für sein von Semper zu errichtendes Wagner-Opernhaus vorgesehen hat.

Die Bavaria ist eine 18 Meter hohe und aus 1560 Zentner Erz gegossene Monumentalstatue aus untergegangenen Seeschlacht-Kanonen, die in mehreren Einzelteilen gegossen wurde.Man kann die Ehrfurchtgebietende übrigens von Innen erklettern und hat vom Kopf aus einen tollen Blick über die Stadt.

Ludwig Schwanthaler erschuf das germanisches Prachtweib, gekleidet in einem Bärenfell, in der Hand einen Eichenkranz, bewaffnet mit einem Schwert und neben Ihr das bayerische Wappen, der Löwe. Das Prachtweib ist in der Münchner Erzgießerei aus der Werkstatt von Ferdinand von Miller und Stiglmaier (1843-50) entstanden.

Das imposantes Denkmal für Max II. ehrt den bescheidenen König, der lieber Professor geworden wäre.

Ehrfurchterregend blickt der Bauherr König Max II auf die von Ihm in Auftrag gegebene Maximiliansstraße.Vier an den Sockel platzierte Kinder halten die Wappen der bayerischen Stämmen Bayern, Schwaben, Franken, Rheinpfalz. Kaspar von Zumbusch entwarf 1875 das Denkmal des Monarchen. In den Parkanlage nördlich und südlich des Denkmals finden sich weitere Statuen bedeutender Münchner so z.B. Graf Rumfords und Joseph Frauenhofers.


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