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Kulturstadt München

Ballett im Gärtnerplatztheater. Fotos: FVA München

München - dieser Name steht nicht nur für Oktoberfest und Hofbräuhaus, Olympjagelände und Fasching, Viktualienmarkt und Schwabing. Die bayerische Landeshauptstadt hat auch einen weltweiten Ruf als Metropole der Kunst und Kultur.
Das Kulturangebot der Isarmetropole ist besonders vielschichtig: traditionelle, große Bühnen bestehen neben experimentellen Theatern; die Musikszene bewegt sich zwischen Klassik und Pop; viele auch architektonisch wertvolle Museen leben vom Kontrast der modernen Kunst mit den alten Meistern. München ist außerdem ein Zentrum der Filmindustrie, Medienhauptstadt und Hochburg der Gastronomie.
Wer die Geschichte Bayerns und Münchens betrachtet, wird schnell herausfinden, dass die Pflege von Kunst und Kultur hier zu allen Zeiten in hohen Ehren stand. Unter der über 700 Jahre dauernden Herrschaft der Wittelsbacher erlangte die Handels- und Residenzstadt München die Bedeutung eines Zentrums europäischer Kultur. Besonders hervorzuheben ist dabei der "Musenfürst" Ludwig I. von Bayern. Viele Münchner Sehenswürdigkeiten wie die Glyptothek, die Alte Pinakothek, die Feldherrnhalle und die Ludwigskirche sind während seiner Regierungszeit entstanden.
Erschaffen, Bewahren und Sammeln gehörte zu den vornehmsten Aufgaben der Wittelsbather. Aus dieser Tradition heraus ist München zu einer der reichsten Museumsstädte Deutschlands geworden.

Museen und Galerien

In der Neuen Pianothek kann Werke weltberühmter Künstler bewundern.

Die Bestände der Münchner Museen und Galerien gehören zu den bedeutendsten der Welt. Von der Frühzeit über die Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart hinein kann hier besichtigt, studiert oder einfach nur genossen werden, was Geschmack und Wissensdurst begehren. In insgesamt 46 Museen und Sammlungen und über 70 Galerien kann die gesamte Palette der europäischen Kultur bewundert werden.

Die Alte Pinakothek präsentiert die europäische Malerei des 14. bis 18. Jahrhunderts. Durch die großen Meister wie Dürer, Rembrandt, Rubens und Leonardo da Vinci erlangte die Sammlung Weltgeltung. Europäische Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts ist in der Neuen Pinakothek zu sehen. Münchens dritte Pinakothek, die Pinakothek der Moderne, eröffnet im Sommer 2002. Sie wird die aktuelle Kunst und die Kunst des 20. Jahrhunderts präsentieren. Unter einem Dach können dann in vier verschiedenen Sammlungen Malerei, Grafik, Skulptur, Design, Architektur und Installationen gezeigt werden, die bisher nur in verstreuten Museen zu sehen waren oder in Depots schlummerten.

Die Werke der Gruppe "Der Blaue Reiter", zu der unter anderem Kandinsky, Klee, Macke, Marc und Münter zählen, sind in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus ausgestellt. Schwerpunkt ist daneben die internationale Malerei und Skulptur des 20. Jahrhunderts. Die alte Kunst der Griechen und Römer ist sowohl in der Glyptothek als auch in der Staatlichen Antikensammlung zu sehen.

Nicht mehr wegzudenken aus dem Kunstbetrieb ist die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung mit ihren vielbeachteten Sonderausstellungen. Sie wird nach längerer Umbauphase Ende Mai 2001 wiedereröffnet. Die zeitgenössische Kunstszene und die neuen Medien haben ihren Platz unter anderem in der lothringer 13 oder im Aktionsforum Praterinsel, wo laufend Ausstellungen mit experimentellem Charakter stattfinden.

Das Deutsche Museum ist eines der größten technisch-naturwissenschaftlichen Museen der Welt. Anhand von 18.000 Originalgeräten, Modellen und Nachbildungen dokumentiert es gut verständlich in 50 Abteilungen die Entwicklung der Naturwissenschaften, der Technik und der Industrie bis zum heutigen Stand und wagt Ausblicke in die Zukunft.

Am Sankt-Jakobs-Platz findet man das Münchner Stadtmuseum, eines der vielseitigsten und populärsten kulturgeschichtlichen Museen Münchens, mit unübertrefflichen Beständen zur Stadtgeschichte, attraktiven Schauräumen, internationalorientierten Spezialsammlungen vielbesuchten, phantasievoll inszenierten Wechselausstellungen sowie Vorführungen und Veranstaltungen.

Zur Auflockerung eines Museumstags in München gehört aber auch ein Besuch im skurrilen Zauberreich des Karl Valentin Musäums im Isartor.

Theater und Konzerte

Das Nationaltheater wurde 1818 mit 2100 Plätzen eröffnet.

Rund 58 kleine und große Theaterhäuser bieten in München ein vielfältiges Programm.

Die berühmtesten Opern- und Ballettstars der Welt treten im Nationaltheater auf. Im Sommer locken die Opernfestspiele Tausende von Besuchern an; weitere bekannte Spielstätten für Oper, Operette und Musiktheater sind Gärtnerplatz- und Prinzregententheater.

Shows und Musicals zeigt das Deutsche Theater. Klassisches und modernes Sprechtheater werden u.a. im Residenztheater und in den Kammerspielen geboten. Die dritte Spielstätte des Bayerischen Staatsschauspiels neben Residenz- und Cuvilliestheater, der Marstall, zieht im Herbst 2001 für drei Jahre ins Haus der Kunst. Zu Zeiten der beiden Tollwoodfestivals im Sommer und Winter bietet das Zeltfestival weitere originelle Spielstätten für Theater, Zirkus, Oper und Musik.

Drei Orchester von Weltruf beherrschen die klassische Musikszene der Stadt: die Münchner Philharmoniker, das Bayerische Staatsorchester und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit ihren drei weltberühmten Dirigenten James Levine, Zubin Mehta und Lo- rin Maazel. Nicht zu vergessen sind natürlich die vielen kleinen Orchester. Der Nachwuchs wird unter anderem in der Musikhochschule der Universität ausgebildet.


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