URLAUB IN SPANIEN - SEXENNI

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Morella - mittelalterliches Kleinod und Trüffelhochburg

Morella

Morella. Foto: Daniela Hesse

Morella ist ein Dorf in den Bergen der autonomen spanischen Region Valencia. Es liegt in etwa auf der Höhe des Ebrodeltas nur eine Stunde Autofahrzeit von der Küste entfernt auf einem rund 1.000 Meter hohen Berg. Oberhalb von Morella thront auf einer Felsspitze eine mittelalterliche Burg. Das Ganze ist von einer mehr als einen Kilometer langen Stadtmauer umgeben, die die Stadt in vergangenen Zeiten gut geschützt hat.

Sexenni

Der Begriff Sexenni, was könnte er bedeuten? Ein Event, dass jedes Jahr an einem Sechsten stattfindet? Ein Prozession, die sechs Tage lang dauert? Oder hat es gar etwas mit Sex zu tun? - Alles falsch.

Sexenni ist ein religiöses Fest, welches nur alle sechs Jahre begangen wird, ein Fest, bei dem mit Prozessionen der Jungfrau von Vallivana für Gesundheit gedankt wird.

Seit der ersten Prozession im Jahr 1678 hat sich der Brauch erhalten und beschäftigt noch heutzutage vor allem die Frauen von Morella: Es gilt aus 4.000 Kilometer langen Krepppapierstreifen die Tribünen in 15 Sträßchen für die Prozessionen und Umzüge festlich zu dekorieren. Urlauber haben in Morella derzeit die Wahl unter vier gemütlichen 3-Sterne-Hotels mit ausgezeichneter Küche, für die Gegend bekannt ist.

 

Trüffel

In der Bergregion bei Morella unterwegs

In der Bergregion bei Morella unterwegs

In der Hauptsache ist Morella für seine Schwarzen Trüffeln (Tuber Melanosporum) bekannt, die gleiche Trüffelart, die die französische Region Perigord so berühmt gemacht hat. Die Entdeckung der Trüffelvorkammen in den umliegenden Wäldern liegt allerdings nur etwa 50 Jahren zurück, in den 250 Jahren zuvor hatte Morella nur regionale Bedeutung.

Die Saison für die Schwarzen Trüffel aus Morella beginnt im Herbst Saison, die Hochsaison liegt allerdings in den Wintermonaten Januar und Februar. Der Trüffel aus Morella hat zwar mit Preisen bis 700 Euro pro Kilo durchaus seinen Preis, kommt aber an die Preise für Weißen Trüffel aus dem Piemont bei weitem nicht heran. Aber wer will und kann schon bis zu 9.000 Euro für einen Pilz bezahlen.

Aber auch außerhalb der Trüffelsaison lohnt ein Besuch in Morella. Der Ort liegt gut geschützt auf einer Bergspitze und weil sich dort in den letzten Jahrhunderten kaum etwas verändert hat, kann man sich bei einem Bummel gedanklich ins Mittelalter zurückversetzen. Restaurants und Bars bieten Verweilmöglichkeiten und wer ein Mitbringsel sucht, der kann neben Trüffelspezialitäten aller Art auch Honig, Käse oder Wurstwaren aus der Region erwerben.

Geschichtliches

Mehr als 450 Jahr lang, vom 11. bis zum 18. Jahrhundert hatte Morella eine herausragende Bedeutung. Die Stadt lag am Schnittpunkt der drei Königreiche Katalonien, Valencia und Aragón, was sie militärisch wichtig und für Händler sehr interessant machte.

Die lebendige Vergangenheit ist heute noch auf den Plätzen und in den Gassen von Morella zu spüren. Der Stadtkern ist so bedeutend, dass die Chance besteht, dass Morella zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wird.


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