MERSEBURG
Suchen und buchen - Aktuelle Angebote Sachsen-Anhalt
Merseburg - Rabensage und Chemie
Die Stadt Merseburg liegt südlich von Halle (Saale). Zusammen mit Halle, Wolfen und Bitterfeld bildet es einen ertragsreichen Ballungsraum der Chemie-Industrie; daher leitet sich auch der Spitzname „Chemiedreieck" ab.
Bekannt ist Merseburg vor allem dank religiöser Aktivität. Die Stadt war das religiöse Zentrum an der östlichen Grenzen des Deutschen Reiches. Vom 10. Jahrhundert bis zur Reformation war Merseburg Bischofssitz. Es war außerdem Missionszentrum für die dort wohnenden Sorben.
Aus dieser Zeit stammt auch die Merseburger Rabensage, die sich bis heute auf die Stadt auswirkt.
„Der Bischof Tilo von Trotha besaß einen goldenen Siegelring, ein Geschenk seines Freundes, des Bischofs von Naumburg. Eines Morgens ließ er ihn am offenen Fenster liegen und bemerkte nach kurzer Abwesenheit den Verlust des Ringes. In seinem Zorn bezichtigte er seinen langjährigen Diener des Diebstahls. Obwohl der Diener seine Unschuld beteuerte, ließ er ihn hinrichten.
Noch nach dem Abschlagen des Kopfes sollen seine ausgestreckten Arme seine Unschuld beteuert haben. Als der Ring später in einem Rabennest gefunden wurde, ließ Tilo von Trotha als Mahnung, kein Urteil im Jähzorn zu fällen, im Schlosshof einen Vogelbauer errichten, in welchem seitdem ein Kolkrabe für den Diebstahl büßt. Zum steten Andenken führte er einen Raben mit einem Ring im Schnabel in seinem Wappen."
Weitere Informationen zu Merseburg finden Sie unter:


