ITALIEN - URLAUB IN DER BASILIKATA

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Urlaub in Basilikata - Insel typischer Geschmacksnuancen und Koch-Traditionen

Weinanbau in der Basilikata

Weinanbau in der Basilikata

Im Zeitalter der Homogenisierung des Geschmacks in Europa kann die Basilikata als eine Insel typischer Geschmacksnuancen und enogastronomischer Traditionen bezeichnet werden. Diese Region im Süden Italiens zwischen dem Ionischen und Thyrrhenischen Meer, eingebettet zwischen Apulien, Kalabrien und Kampanien, wurde ungewöhnliche stark von sehr unterschiedlichen Kulturen beeinflusst und gleicht daher einem gastronomischen Melting Pot.

Die Hohenstauffer brachten den Meerrettich in das Val d´Agri, die Araber machten Orangen, Wacholder, Sultaninen und Mandeln heimisch in Lukanien - wie die Basilikata gern von Dichtern genmannt wird. Die Spanier bauten Paprika von den Antillen an, und von den Fanzosen stammen zum Beispiel die Porrata, eine Lauchsuppe, oder der Sanguinaccio, eine Süßspeise aus Schweineblut, Milch, Schokolade und kandierten Früchten.

Die Cucina povera, einst die "Arme-Leute-Küche", ist in der Basilikata durch den Siegeszug der weltweit gesündesten Ernährung Dieta mediterranea zu beachtlichem Ruhm gelangt. Die Köche der Region zaubern aus lokalen Erzeugnissen immer wieder neue Gerichte, die durch Einfachheit und vor allem Einfallsreichtum bestechen. Frisches Gemüse, aromatische Kräuter und bestes Olivenöl sind die unverwechselbaren Zutaten für die Spezialitäten dieser Region an der Stiefelspitze Italiens.

Fritto di verdure alla lucana

Eine Variation vieler verschiedener Gemüsearten ist Fritto di verdure alla lucana. Kartoffeln, Zucchini, Peperoni, Tomaten und Auberginen werden in Öl gedünstet und zusammen mit frischen Kräutern zu einem fantastischen Gericht verarbeitet. Köstlich schmeckt die Minestra di castagne di Lagonegro e fagioli di Rotonda, eine frische Gemüsesuppe aus Kastanien und Bohnen, abgeschmeckt mit Knoblauch, Chili und natürlich Olivenöl. Raffinierte Kreationen stellen die O vavalic' po puleij dar, Schnecken mit frischer Minze, oder die I ruosp, in heißem Öl gebackene Feigen. Eine Referenz an das Erbe der Hohenstauffer sind die A rafanata cu'firricied, Fussili mit Meerrettich.
Interessante Fischvariationen bereichern den Speiseplan in den Küstengebieten Lukaniens. Eine besondere Köstlichkeit sind Seppie e Piselli, Tintenfishce und Erbsen, oder auch die Anguilla di pantano, Sumpfaal.

Lukanien ist ethymologisch zurückzuführen auf lucus, Wald. Das bedeutet Pilze und Trüffel, die geschickt verarbeitet werden und feinste Geschmacksnuancen bieten. In Öl oder Essig eingelegt oder zu Soßen verwandelt stellen sie wichtige Zutaten für die traditionelle Küche dar. In den Wäldern der Basilikata wachsen auch Beeren jeder Art, die die weitgefächerte Palette der regionalen Spezialitäten bereichern.

Auf den fruchtbaren vulkanischen Böden der Basilikata gedeihen nicht nur Oliven, die Grundstoff für hervorragende Öle sind, sondern zudem auch Reben für Weiß- Rot- und Dessertweine von ausgezeichneter Qualität. Der rubinrote Aglianico del Vulture, der nur im Vulture-Gebiet um Melfi gedeiht, ist ein besonderer Wein mit einem intensiven Duft von Waldbeeren. Schon vor 2500 Jahren wurde diese Rebe von den Griechen nach Lukanien importiert, daher auch der frühere Name Ellenico. Eine regionale Spezialität sind zweifelsohne der nach bäuerlicher Tradition hergestellte Kaktusfeigensirup aus Bernalda und der Liquore alle noci - Likör aus Walnüssen.

In der Basilikata bestand immer eine enge Verbindung zwischen Esskultur und Religion. Es gibt zahlreiche gastronomische und folkloristische Traditionen, deren Ursprung auf den religiösen Glauben zurückzuführen ist. So wird am Weihnachtsabend ein Neun-Gänge-Menü seviert, das einem Volksglauben nach die neun Häuser symbolisiert, an denen die Madonna anklopfte, um sich vor der Niederkunft zu stärken.
In diesem Jahr wird Maratea zum dritten Mal der Premio Caseus verliehen, ein Preis für das Restaurant oder Hotel mit dem besten Käseangebot Italiens. Eine internationale Jury aus professionellen Käsekennern und Journalisten kürt zwischen dem 29. September und 4. Oktober die besten Speisekarten mit Käseangebot.

 

Anreise:
Gut ist die Bsilikata mit dem Auto über das moderne Autobahnnetz zu erreichen. Allerdings sollte man eine detaillierte Karte mitbringen, da die Beschilderung oft sehr eigenwillig ist. Wer mit dem Flugzeug anreist hat folgende Möglichkeiten: Der nahe Flughafen von Neapel wird von Alitalia über Mailand bzw. Rom sowie von Concor, Hapag Lloyd, Air Berlin und LTU angeflogen. Eine Alternative stellt Lamezia Terme dar: Aero Lloyd und Condor fliegen dorthin. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die sonnige Basilikata mit Lufthansa, Alitalia, Air Dolomiti, LTU und Aero Lloyd über Apulien zu erreichen. Italiatour, Dertour und Italien Step Reisen haben unter anderem neben Busreiseveranstaltern die Basilikata in ihrem Programm.

 

Mehr über Basilikata unter www.basilicatanet.it


 
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