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Mazedonien - ein kleiner Staat zwischen Albanien und Bulgarien

Die Altstadt in Skopje. Fotos: Ralitsa Gencheva

Die Altstadt in Skopje. Fotos: Ralitsa Gencheva

Mazedonien liegt auf der Balkanhalbinsel, zwischen Albanien im Westen, Bulgarien im Osten, Griechenland im Süden und Kosovo und Serbien im Norden. Der junge Staat bietet dem Besucher eine Vielfalt von Sehenswürdigkeiten, Natur, Kultur und sehr viel Geschichte.

Das Land ist hauptsächlich von Gebirgsflächen bedeckt und bietet somit viele Möglichkeiten zum Wandern und im Winter zum Skifahren. An der Grenze mit Albanien im Süd-Westen befinden sich der Ochrid und der Prespa Seen, die mit ihrer natürlichen Schönheit begeistern.

Der Ochrid See ist einer der größten auf der Balkanhalbinsel und einer der ältesten in der Welt. Mazedonien besitzt, mit fast 400 Quadratkilometern, den größeren Teil des Sees. Der kleinere Teil gehört zu Albanien. Die wichtigsten und schönsten Städte am Ufer des Ochrid Sees sind Ochrid und Struga.

Der auf über zwei Millionen Jahre alte See ist im Sommer unter einheimischen und ausländischen Badeurlaubern sehr beliebt. Die Landschaft und die frische Luft verwandeln den Aufenthalt am Ochrid See in Entspannung pur. Für viele Touristen ist jedoch die Geschichte dieses Gebietes ebenso interessant. Die für den Balkan typischen Häuser verleihen der Stadt Gemütlichkeit und Wärme. Die Kultur und Natur Mazedoniens sind im ganzen Land zu sehen, aber einer der wichtigsten Anhaltspunkte sollte die Hauptstadt Skopje sein.

Der Fluss Vardar in Skopje

Der Fluss Vardar in Skopje

Der Fluss Vardar, der im Nordwesten Mazedoniens entspringt und mit seinen fast 400 Kilometer nach Südwesten durch das ganze Land verläuft, fließt auch durch Skopje. Von den Römern gegründet, gehörte die Stadt später noch den Byzanter, Bulgaren und den Serben. Zuletzt wurde Skopje durch die Osmanen erobert. Nach der Osmanischen Herrschaft blieb die Stadt und das gesamte Land ein Pullverfass auf dem Balkan.

Erst seit 1991 ist Skopje die Hauptstadt des Unabhängigen Staates Mazedonien. Der orientalische Charakter ist in Skopje, wie in vielen Städten im Südosten Europas, sher stark ausgeprägt. Ihre engen Gassen und kleine Geschäfte verwandeln den Spaziergang in eine Zeitreise.

Die Burg Kale in Skopje. Foto: Ralitsa Gencheva

Die Burg Kale in Skopje

Bemerkenswert sind die zahlreichen Goldgeschäfte, die auf den Straßen der Altsadt zu sehen sind. Eng nebeneinander befinden sich auch viele kleine Restaurants, die die typische Balkanküche anbieten. Schuh-, Kleidungs-und natürlich Souvenirgeschäfte kann der Urlauber hier finden.

 

Obwohl der Nationalitätenkonflikt nicht lange her ist, leben heute Mazedoner, Albaner, Türken und Roma scheinbar harmonisch miteinander. Die zweitgrößte Nationalität in Mazedonien bilden die Albaner. Die meisten bewohnen den alten Teil Skopjes, der auch viel mehr an Kultur und Geschichte bietet. Hier findet man den „Bit Pazar“, der seine Tradition schon aus osmanischen Zeit trägt. Direkt nebenan befindet sich auch die bekannte Altstadt von Skopje.

Eine kleine Gasse in der Altstadt von Skopje

Eine kleine Gasse in der Altstadt von Skopje

Nicht weit weg befindet sich die Burg „Kale“, die zu der Zeit des römischen Imperators Justinian I. erbaut wurde. Leider zerstörte ein Erdbeben 1963 einen weitgehenden Teil der Burg. Heute sieht man die Rekonstruktionen der Burg, die aber nicht weniger attraktiv für den Besucher sind.

 

Mazedonien ist das Land auf der Balkanhalbinsel, das als letztes von der Osmanischen Fremdherrschaft befreit wurde. Die Hauptstadt Skopje hat in der Vergangenheit immer eine wichtige Rolle als Handelszentrum gespielt. Das Land ist multikulturell geprägt und durch die bunte Mischung aus verschiedene Kulturen, Religionen und die schöne Natur strahlt Mazedonien einen besonderen Charme aus.


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