URLAUB IN ÄGYPTEN - MARSA MATRUH

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Ägypten mit karibischem Flair - Urlaub in Marsa Matruh

Felsen als "Wellenbrecher" vor Marsa Matruh. Fotos: TUI Deutschland

Das ca. 520 Kilometer von Kairo entfernte Marsa Matruh ist als westlichtes Seebad Ägyptens bekannt. Die Stadt ist sowohl über den Airport von El Alamein als auch über die Küstenstrasse zwischen dem Nildelta und Libyen gut erreichbar. Da zahlreiche örtliche Häuser durch Mosaike verziert sind, nennen die Ägypter Marsa Matruh gerne "Stadt der Mosaike". Ein touristischer Anlaufpunkt ist der Libysche Markt, auf dem man mit ein wenig Verhandlungsgeschick sehr billig Gewürze, Kleidung, Taschen u. ä. erwerben kann.

Strände bei Marsa Matruh

Das Gros der Besucher wird aber zweifellos vom weißen Sandstrand des Seebades angelockt.


Marsa Matruh erstreckt sich entlang einer kleinen Bucht mit ruhigem, türkisgrünen Wasser. Der Sandstrand des Seebades ist sieben Kilometer lang. Vorgelagerte Felsenformationen wirken als Wellenbrecher und erlauben nur kleineren Booten, dieses quasi-karibische Idyll zu erreichen. Sich die Küstenlandschaft vor dem Seebad als endlos langen "Karibik"strand ohne optische Highlights vorzustellen, würde dem Landstrich aber mitnichten gerecht. Lange unberührte Sandstrände wechseln sich in Kilometerabschnitten mit felsigen, wild und ursprünglich zerklüfteten Küstenbereichen ab. Urlauber können daher in Marsa Matruh nicht nur ungestörten Badefreuden nachgehen: Auch die Freude an spektakulären Panoramen wird vor Ort bedient. Denn ohne Zweifel ist der Anblick der hohen Felsungetüme, an denen die Brandungswellen mit heftiger Wucht hochschießen, äußerst beeindruckend.


Etwa 20 Kilometer westlich des Seebades verläuft der Al-Abyad Beach. Kenner halten ihn für noch schöner als den Strand von Marsa Matruh. Weitere acht Kilometer gen Westen ist der Ageebah Beach mit seinen natürlichen Höhlen und einer reizenden Landschaftskulisse ein lohnendes Ziel.

Marsa Matruh - historische Spurensuche

Einkaufen in Marsa Matruh: Warenangebot auf dem Libyschen Markt.

Übrigens erwies schon Alexander der Große der Ortschaft Marsa Matruh auf dem Weg zur ägyptischen Oase Siwa die Ehre. Die "Diva" Marsa Matruh, seinerzeit als "Paraetonium" oder "Amunia" bekannt, war damals allerdings kein Ausflugsziel für Badeurlauber. Bis heute legen vielmehr Überreste eines Tempels aus der Epoche Ramses II. (1200 v. u. Z.) Zeugnis von der Bedeutung des Ortes als Kultstätte ab. Alexander der Große beabsichtigte durch seine Reise und eine Opfergabe an den Gott Amun dessen Erbe antreten und wollte seine Herrschaft in die Tradition der ägyptischen Pharaonen gestellt sehen.


Auch die Ptolemäer hinterließen in Marsa Matruh Spuren: Westlich des heutigen Hafens kann man Relikte ihrer Hafenanlagen besichtigen. Aus der Frühphase der koptischen Kirche stammt eine Kapelle; in einigen kleinen Höhlen sind Inschriften erhalten geblieben, die von Vertretern dieser frühen christlichen Glaubensrichtung stammen.


Eine weitere Höhle besitzt zeitgeschichtliche Bedeutung. In einem kleinen Unterschlupf, der ins Felsmassiv gehauen wurde, konzipierte der NS-Generalfeldmarschall Rommel im II. Weltkrieg Pläne für militärische Operationen seines "Afrikakorps". Heute ist die Höhle einem Militärmuseum zugehörig.


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