URLAUBSINFOS
Suchen und buchen - Aktuelle Angebote Agadir und Essaouira
Reisebericht Marokko Essaouira - Marrakesch
Die marokkanischen Urlaubsregionen zwischen Gibraltar und Atlasgebirge gelten als exotischer und geheimnisvoller als vergleichbare Destinationen südlich des Mittelmeers und locken aus dem Grund jedes Jahr mehr Touristen ins Land. Auch ich kannte Marokko nur vom Hörensagen und machte mich gerne auf den Weg, als sich mir die Gelegenheit dazu bot.
Wir landeten am späten Nachmittag auf dem Flughafen von Marrakesch, unsere Koffer konnten wir recht zügig vom Band pflücken, ein Bus stand bereit, wir fuhren durch die Stadt und hielten vor dem „La Grande Cafe de la Poste“. Es gilt als eines der schönsten und ältesten Café-Restaurants der Stadt. Der Service war freundlich, distanziert und auch etwas langsam, in Anbetracht der fast leeren Lokation. Aber vielleicht waren wir nach dem langen Tag nur europäisch-ungeduldig.
Davon abgesehen, das Ambiente war toll, warmes Licht, pastellfarbene Wände, überall edle Materialen. In so gemütlich-orientalischer Atmosphäre labten uns eine Weile an Kaffee, Tee, Bier und Gebäck und saßen alsbald wieder im Bus und genossen die Fahrt durch das abendliche Marrakesch.
Interessant, die Häuser waren alle höchstens dreigeschossig, moderne Hochhäuser sind gar nicht zu finden, was einer alten Verordnung zu verdanken ist. Außerdem wurde uns schnell klar, warum Marrakesch auch die Rote Stadt genannt wird: Bei den Wohn- und Geschäftshäusern der Stadt dominieren eindeutig warme Rottöne, was sehr angenehm zu beobachten war.
Es fiel zudem auf, dass viele Schulkinder unterwegs waren, in Marokko scheint die Schule erst sehr spät zu Ende zu sein, auch für jüngere Schüler. Alle Schüler waren ordentlich angezogen und marschierten mehr oder weniger zielstrebig nach Hause. Wobei der Nach-Hause-Weg teilweise sehr lang sein muss, wir sahen die Kinder auch außerhalb der Stadt am Rande der Autobahn. Ich möchte nicht wissen, wie lange die Kinder jeden Tag laufen müssen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, das die Kinder stolz zur Schule gehen, vielleicht weil nicht alle Kinder Schüler sind (trotz Schulpflicht werden nur 55% aller Kinder eingeschult).
Naja, die Fahrt zog sich hin. Wir waren ja schon den ganzen Tag unterwegs und erst nach mehr als 150 Minuten kamen wir in Essaouira an. Es war bereits dunkel, aber der Place Moulay vor der alten Stadtmauer war beleuchtet und so konnten wir auch ein wenig vom Meer sehen, aber noch viel mehr riechen und hören. Hören gleich dreifach: einmal die Brandung, die gegen die Felsen donnerte, dann das Rauschen des würzige Meereswindes und zudem das Schreien der Möwen, die auch im Dunklen in großer Zahl präsent waren.
Nach einigen Augenblicken des Verweilens steuerten wir das Restaurant Taros an, ein Lokal mit wunderschönen Terrassen, die sich über mehrere Etagen erstrecken und einen wunderbaren Blick über die Stadt bieten.
Leider dauerte es ein wenig bis das Menü serviert wurde, es war dann doch sehr lecker, aber schien eher von französischen als von marokkanischen Rezepten inspiriert zu sein.
Ein Rockmusiker sorgte für musikalische Untermalung und der etwas frische Meereswind erinnerte daran, dass auch in Marokko der Herbst eingesetzt hatte. Trotz aller Müdigkeit, es war nett dort oben zu sitzen und über das nächtliche Essaouira zu schauen.
Spät am Abend kamen wir dann in unserem Hotel an. Es war das Sofitel Essaouira Golf und Spa Hotel, das drei Kilometer südlich der Stadt errichtet wurde. Wir wurden freundlich empfangen, bekamen feuchte und warme Tücher, damit wir unsere Hände reinigen konnten, etwas zu trinken und wurden um unsere Reisepässe gebeten, damit die Formalitäten erledigt werden konnten. Aber ehrlich gesagt, ich war so müde, meinetwegen hätte man das Prozedere von zwanzig auf zwei Minuten verkürzen können und lieber nach einer ausgiebigen Dusche zu einer kleinen Begrüßungsfeier laden können.
Urlaub in Marokko - Teil 2: Der erste Tag in Essaouira...
Zu unserer Bildergalerie Essaouira und Marrakesch




