URLAUB AUF DEN PHILIPPINEN - MANILA
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Manila - Urlaub zwischen Moderne und Vergangenheit
Den Spaniern galt Manila als die „Perle des Orients“. Im 16. Jahrhundert gaben sie dem damaligen Maynilad den Namen Manila und prägten die Stadt mit ihrer spanischen Kultur und Architektur. Im Zweiten Weltkrieg wurde Manila bei Kämpfen gegen die japanischen Besatzer weitgehend zerstört, vielerorts blieben nur Trümmer übrig. Trotzdem ist Manila heute eine sehenswerte Metropole, für die man sich im Philippinen-Urlaub ein paar Tage Zeit nehmen sollte.
Manila liegt am Ostufer der Manila Bay auf der philippinischen Hauptinsel Luzon. Erst 1976 durch den Zusammenschluss von 17 Gemeinden und Städten der Großraum Metro Manila, der ganze 15 Millionen Einwohner zählt. Auf den ersten Blick erwarten den Reisenden viel Verkehr, Luftverschmutzung und Menschenmassen, darunter sind auch viele arme Menschen. Manilas Schönheit offenbart sich meist erst auf den zweiten Blick, wenn man sich an die Hitze und die ungewohnte Umgebung gewöhnt hat. Zum Beispiel bei einem Spaziergang entlang der Manila Bay, der sich vor allem bei Sonnenuntergang empfiehlt. Oder bei einer Bootsfahrt über den Pasig River. Mit einer klimatisierten Fähre gelangt man bequem von Intramuros nach Makati. Die beiden Viertel sind die Hauptattraktionen Manilas. Dabei könnten sie unterschiedlicher nicht sein.
1571 ließ der spanische Konqistador Miguel Lopez Legazpi Intramuros erbauen. Dabei handelte es sich um eine Stadt innerhalb dicker Mauern, die die spanischen Eroberer vor den Angriffen der früheren arabischen Besetzer schützen sollte. Im Zweiten Weltkrieg wurde Intramuros zwar stark beschädigt, aber mittlerweile wurden viele Gebäude renoviert und lassen den Glanz der alten Tage erahnen. Wer Urlaub in Manila macht, sollte sich das Viertel unbedingt ansehen. Noch heute gelangt man durch meterdicke Steintore nach Intramuros. Hier kann man die San Agustin Kirche mit ihrem prächtigen Barockaltar und das gegenüberliegende altspanische Herrenhaus Casa Manila besichtigen. Das Fort Santiago lässt einen an vergangene Zeiten denken und der dazugehörige Park lädt zum Verweilen ein. Auch die Manila Cathedral blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Sie wurde erstmals 1581 erbaut, aber mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Von Intramuros bietet sich ein Spaziergang zum Rizal Park an, der dem philippinischen Nationalhelden José Rizal gewidmet ist. An der Westseite des 600.000 Quadratmeter großen Parks gibt es unter anderem einen Schmetterlingsgarten und einen japanischen Garten.
Während man in Intramuros das alte, spanische Manila zu sehen bekommt, zeigt sich das Geschäftsviertel Makati ganz modern. Glänzende Hochhausfassaden mit Büros, modernen Boutiquen, Shopping-Centern und Nachtclubs prägen das Bild in Makati, wo sich auch die philippinische Börse befindet. Vor allem abends lohnt sich der Besuch im Stadtteil Makati, dessen Bars und Nachtclubs dann zum Leben erwachen. Tagsüber kommen Kulturinteressierte im Ayala Museum auf ihre Kosten. Es zählt zu den modernsten Museen der Philippinen und gibt interessante und anschauliche Einblicke in die Landesgeschichte.
Bei einem Urlaub in Manila darf ein Besuch des Stadtteils Quiapo nicht fehlen. Hier befindet sich nicht nur die schöne Quiapo Church, die die schwarze Christusfigur „Black Nazarene“ beherbergt, sondern auch viele Geschäfte, in denen man wunderbar einkaufen kann. Eine Verschnaufpause kann man sich auf der idyllischen Plaza Miranda gönnen, die sich direkt vor der Quiapo Church ausbreitet. An Quiapo grenzt die Chinatown an, die besonders wegen der chinesischen Spezialitätenrestaurants einen Besuch lohnt. Sehr interessant ist der chinesische Friedhof, dessen Gräber teilweise sehr üppig verziert und sogar mit Sitzmöglichkeiten und Toiletten ausstaffiert sind.
Zu Manilas Vorzügen gehören die vielen Restaurants, die für jeden Geschmack etwas zu bieten haben. So kommt man in Manila nicht nur in den Genuss traditionell philippinischer Küche, sondern kann auch europäische, asiatische, amerikanische und australische Spezialitäten kosten. Empfehlenswert sind auch die Fischrestaurants Manilas. Nach dem Essen kann man die Kalorien auf einem der Golfplätze wieder abtrainieren. Wer es gemütlicher mag, dem empfiehlt sich eine Reise auf den Grund des Ozeans. Das ist seit 2008 in dem riesigen Manila Ocean Park möglich, der seinen Besuchern die faszinierende Welt des Ozeans und seiner Bewohner nahe bringt.
Text: Daniela Hesse



