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Mit Suleiman dem Prächtigen wurde auch der Islam in Schach gehalten

Malta - im Palast der Großmeister

Johanniterritter. Fotos: Fremdenverkehrsamt Malta

Später herrschten Napoleon und die Briten. Die Ritter des Johanniterordens brachten die zweite eigenständige Hochkultur Maltas. Zwar ist es nicht so, daß sich zwischen dem Untergang der Megalith-Kultur und den Johanniterrittern auf Malta nichts mehr getan hätte - die vielen Baudenkmäler und Funde aus der Zeit zwischen 1500 v. Chr. und 1500 n. Chr., die der Besucher auf Malta noch heute überall bestaunen kann, beweisen es -, doch ist unter keinem der vielen „Besatzer", ob unter Phöniziern, Karthagern, Griechen, Römern, eine besondere eigenständige Kultur entstanden.

 

Die Geschichte der Johanniterritter beginnt um das Jahr 1050 n. Chr. im Heiligen Land. Die Pflege der Verwundeten und der Kranken der Kreuzzüge sowie die Sorge für die Armen war die ursprüngliche Ordenspflicht. Bald erweiterten sich jedoch die Ordenspflichten auf den „Schutz" der Pilger nach Jerusalem und auf den Kampf gegen die „Ungläubigen". Man wurde „Soldat Christi" und unterhielt Besitzungen und Burgen im Heiligen Land und schließlich sogar eine Flotte.

 

Malta - im Palast der Großmeister

Festungsmauer Valletta

Mit dem Verlust von Akkon, 1291 an die Moslems, allerdings, war das Schicksal der Ritter in Palästina besiegelt. Man wich zunächst nach Rhodos aus und wirkte hier mit Unterstützung aus ganz Europa etwa 200 Jahre lang als Schutzschild gegen die „Ungläubigen" - bis 1522 Suleiman der Prächtige die Ritter unter ihrem damaligen Großmeister L'lsle Adam aus Rhodos vertrieb. Die Ritter brauchten eine neue Heimat und fanden sie in dem damals sehr verarmten Malta, welches sie von Kaiser Karl V. als Lehen erhielten. Die Ritter brachten Handel und Wandel wieder in Gang, man baute Hospitäler und errichtete vor allem Befestigungsanlagen. Das brachte Arbeit und Brot für die einheimische Bevölkerung; die notwendigen Mittel erbrachten Spenden aus ganz Europa, die Einkünfte aus den eigenen Besitzungen sowie auch die Beute aus „Karawanen", also Kaperfahrten gegen die reich gewordenen Kauffahrer des Islams.

 

Schon 1565 setzte Suleiman der Prächtige mit einer gewaltigen Flotte und Streitmacht zu einem Großangriff auf Malta an, um den Rittern endlich das Handwerk zu legen. Dieser Belagerungskrieg dauerte Monate und wurde mit äußerster Härte geführt. In den Museen von Valletta ist dieser Kampf genauestens beschrieben und dokumentiert. Und mit Grausen erfährt der Besucher, daß man, der Überlieferung zufolge, zur Demoralisierung des Gegners nicht davor zurückschreckte, die Köpfe erschlagener Sklaven mit Kanonen wieder zum Feind zurückzuschießen.


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