REISEBERICHTE AUS ALLER WELT - MALLORCA

Reisedauer: 7 - 10 Nächte
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      Mallorca neu entdeckt - Rundreise im Frühling 2009

      Versteckt liegende Finca unweit der Cala d´Or

      Versteckt liegende Finca unweit der Cala d´Or

      Warum nicht einmal wieder Mallorca? Mein letzter Besuch lag schließlich über zwanzig Jahre zurück, vieles ist in der Zwischenzeit über Mallorca geschrieben worden, positives wie negatives. Aber: was bedeutet schon negativ, was positiv? Als negativ wird meist der Massentourismus empfunden, aber ohne die zahlreichen Hotels in Küstennähe gäbe es nicht die vielen günstigen Pauschalangebote und auch nicht die preiswerten Flüge, die auch Fincabesitzer und Individualurlauber gerne in Anspruch nehmen.

      Wer den Trubel nicht mag, der wird die bekannten Urlaubshochburgen umfahren, das Straßennetz auf Mallorca ist weiter ausgebaut worden und so kommt man schneller als vor zwanzig Jahren voran. Dabei ist nicht einmal ein Mietwagen notwendig, auch die Busverbindungen sind gut.

      Insel vor Sant Elm (San Telmo)

      Insel vor Sant Elm (San Telmo)

      Wer gerne Auto fährt, der sollte sich für einige Tage einen Mietwagen nehmen und die Insel in Ruhe entdecken. Die kurvenreichen Straßen, die zahlreichen Rennradfahrer und die bisweilen sehr gemütlich dahin zockelnden mallorquinischen Autofahrer stellen zwar gewisse Ansprüche an den Autofahrer, auf der anderen Seite macht es einfach Spaß durch so eine grüne Landschaft zu fahren. Wer dann noch bereit ist früh aufzustehen, der kann Mallorca im Morgendunst erleben und hat zudem die Straßen für sich ganz alleine.

      Im Winter und in den ersten Frühlingswochen 2009 hat es auf Mallorca außergewöhnlich viel geregnet und so waren nach langer Zeit das erste Mal wieder die Talsperren und auch alle privaten Zisternen Mallorcas bis oben hin gefüllt. Die Natur pofitierte sichtbar vom nassen Segen: Grüne Wiesen, Felder und Wälder erinnerten eher an Mitteleuropa als an ausgedorrte Mittelmeerlandschaften.

      Mallorca Highlights: Der Nordwesten

      Bar-Restaurant "Es Vergé"

      Bar-Restaurant "Es Vergé

      Bei verschiedene Ausflügen lernten wir Mallorca im Frühjahr zu schätzen. Als erstes Ausflugsziel stand die Serra de Tramuntana, der langgestreckte Gebirgszug im Nordwesten der Insel auf dem Programm. Nach einem Abstecher zum Markt von Alaró führte uns eine spontane Eingebung in Richtung Castell de Alaró. Gut drei Kilometer ging die Straße bergauf, die schlaglochreichste, die wir auf Mallorca erlebt hatten. Trotzdem machte die Fahrt Spaß, kein Auto kam entgegen, die Landschaft wurde immer schöner.

      An einem größeren Hof mit angeschlossener Bar machten wir halt, da hier auch Parkplätze ausgeschildert waren. Zahlreiche Pfützen hinderten uns nicht daran den Parkplatz zu nutzen und einen Kilometer in Richtung Burg zu marschieren. Allerdings wollten wir an dem Tag noch weiter und so ersparten wie uns den Rest des Weges. Zeit für einen Kaffee und ein Stück Kuchen in der urigen Bar-Restaurant "Es Vergé" blieb dennoch.

      Blick auf Sóller

      Blick auf Sóller

      Die Fahrt ging weiter über die Orte Orient und Banyola. In Banyola war, wie bereits in Alaró, Wochenmarkt, eine gute Gelegenheit sich etwas die Füße zu vertreten und den Ort zu erkunden. Da der Vormittag inzwischen weiter fortgeschritten war, herrschte lebhaftes Treiben, Einheimische und Touristen bevölkerten die malerischen Gassen oder belegten die Stühle vor den Cafés und Restaurants.

      Langsam ging es in Richtung Küste. Durch den recht neuen Tunnel war die Stadt Sóller schnell erreicht. Der Ort wurde durch seine Orangenproduktion wohlhabend, wovon heute noch eine ganze Reihe von sehenswerten Herrenhäusern zeugen. Sehenswert ist auch der botanische Garten des Ortes und die malerische, von Palmen umrahmte Landschaft des gesamten Tales. Da Sóller auch ein beliebtes Ausflugsziel ist und entsprechender Trubel herrschte, machten wir uns schnell wieder auf den Weg in Richtung Port de Sóller.

       

      Die Hafenbucht von Port de Sóller

      Die Hafenbucht von Port de Sóller

      Port de Sóller liegt idyllisch in einer geschützten Meeresbucht, eine Bucht die bereits in der Steinzeit besiedelt war. Hier war es merkwürdigerweise deutlich ruhiger als in Sóller, trotz Sonnenscheins und herrlich frischer und klarer Luft. Ein gemütlicher Spaziergang führte am Hafen entlang bis zu einem Aussichtspunkt hoch über der Küste, direkt neben dem neuen Museu de la Mar (Meeresmuseum). Da inzwischen die Mittagszeit herangerückt war, gönnten wir uns einige Tapas in einem Hafenrestaurant und genossen dabei die Sonne und das lockere Hafentreiben.

      Die nächste Etappe der Tour war Valldemossa, einer der berühmtesten Orte auf Mallorca. Der Komponist Frédéric Chopin und die Schriftstellerin George Sand verbrachten hier einige Wintermonate und waren hiermit quasi die ersten Pominenten, die Mallorca besuchten. Sie lebten zwei Monate in einem ehemaligen Kartäuserkloster und wurden von der Bevölkerung recht misstrauisch beäugt. Vor allem die Hosen tragende George Sand stieß auf wenig Verständnis.

       

      Blick über die Westküste Mallorcas

      Blick über die Westküste Mallorcas

      Heute lebt der Ort recht gut vom Tourismus, Straßencafés und Andenkenläden warten auf Besucher, aber es lässt sich trotzdem gemütlich durch den Ort und die Gärten des ehemaligen Klosters schlendern. Neben den Ausflugsgästen kommen gern und oft Wanderer sowie Naturfreunde und Radfahrer nach Valldemossa und quartieren sich in den Hotels und Ferienwohnungen des Ortes ein.

      Entlang der kurvenreichen Küstenstraße ging es anschließend weiter Richtung Südwesten, vorbei an zwei Dörfern mit herrlicher Aussicht über das balearische Meer. In Banyalbufar und Estellencs finden sich noch zahlreiche Terrassen auf denen Weinreben, Olivenbäume und verschiedene Gemüsesorten gepflanzt wurden. Die malerischen Terrassen stammen größtenteils noch aus arabischer Zeit, ebenso die dazugehörende Bewässerung. In Banyalbufar und Estellencs finden sich nur wenige Gästebetten, wer hier Urlaub macht, sucht Ruhe und die Möglichkeit von hier aus ausgedehnte Wanderungen in die Berge zu unternehmen. - Schließlich ging es weiter in Richtung unseres Urlaubsquartieres in Palmanova, der anstrengender, aber schöner Urlaubstag ging zu Ende.

       

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      Alte Bahn in Port de Sòller

      Historische Schmalspurbahn in Port de Sòller

      Vor dem Bar-Restaurant "Es Vergé"
      Vor dem Bar-Restaurant "Es Vergé"
      Blick von Valldemossa nach Osten
      Blick von Valldemossa nach Osten
      Vor einem Café in Valldemossa
      Vor einem Café in Valldemossa


       
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