URLAUB IN PORTUGAL - MADEIRA
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Madeira - Urlaub auf der portugiesischen Atlantikperle
Madeira ist eine Vulkaninsel im Atlantik und befindet sich 700 Kilometer westlich der marokkanischen Küste und etwa 1000 Kilometer südwestlich von Lissabon. Bei einem Urlaub auf der portugiesischen Atlantikperle erwarten den Besucher eine abwechslungsreiche Flora und Fauna sowie milde Temperaturen das ganze Jahr über. Im Dezember und Januar ist es mit circa 19 Grad am kältesten, während die Tagestemperaturen im Juli und August auf etwa 25 Grad klettern.
Die Inselhauptstadt Funchal wartet mit einigen Sehenswürdigkeiten auf, die man unbedingt besuchen sollte. Am schönsten ist wohl das Städtische Theater Baltazar Dias, das innen im Glanz der alten Tage erstrahlt. Beim Bummel durch die Stadt sollte man auch nicht die beiden Festungsanlagen São Tiago und São Lourenço sowie den Praça do Município auslassen. Ein besonderes Highlight für jeden Urlaub ist jedoch ein Besuch auf dem farbenprächtigen Markt Mercado dos Lavradores.
Oberhalb Funchals befindet sich der kleine Ort Monte, in dem unter anderem eine Kathedrale zu betrachten ist, in der der österreichische Kaiser Karl I. begraben ist. Nach Monte gelangt man am besten mit der Seilbahn. Runter nach Funchal geht es dann in Korbschlitten, die von Einheimischen in traditioneller Tracht gesichert werden, da sie weder über Lenker noch über eine Bremse verfügen. Genau das Richtige, für alle die im Urlaub nicht auf Action verzichten wollen. Vorher empfiehlt es sich jedoch dem tropischen Garten "Jardins do Monte Palace" einen Besuch abstatten. Dort gibt es neben tropischen Pflanzen einige Kuriositäten und auch bemalte Kacheln zu bestaunen, so genannte "Azulejos".
Funchal ist zwar die Haupstadt der Insel, doch die meisten Urlauber tummeln sich in dem nur wenige Kilometer entfernten Ort Caniço. Caniço ist wie der Ort Garajau bekannt für seine Tauchgebiete. Seit mehr als 20 Jahren gibt es dort einen interessanten Unterwasser-Nationalpark.
Aufgrund des vulkanischen Ursprungs gibt es auf Madeira nur wenige Strände. Wer im Urlaub auf den Sandstrand nicht verzichten möchte, sollte sich auf die kleinere Nachbarinsel Porto Santo begeben. Dort breitet sich ein neun Kilometer langer, feiner Sandstrand aus, der zum Spazieren und Faulenzen einlädt. Für Golfspieler bietet die kleine Insel zudem einen wunderschön gelegenen Golfplatz, der vom Golf-Champion Severiano Ballesteros gestaltet wurde. Die Überfahrt nach Porto Santo dauert mit der Fähre etwa zwei bis drei Stunden. Schneller geht es mit dem Flugzeug in gerade mal 20 Minuten.
Auf Madeira selbst gibt es zwar kaum Badestrände, doch damit auch hier keiner auf eine Erfrischung verzichten muss, wurden extra geschützte Badebuchten errichtet. Außerdem gibt es natürliche Felsbecken in Porto Moniz sowie einen künstlichen Sandstrand in Calheta. Hier kann man sich mit Blick auf die schroffe Steilküste Madeiras im kühlen Nass erfrischen. Besonders sehenswert ist der Cabo Girão, eine Steilklippe im Süden Madeiras. Sie ist mit circa 560 Metern Höhe die zweithöchste Steilklippe der Welt.
Madeira ist ein Urlaubsparadies für Wanderer und Blumenliebhaber
Madeira ist als Wanderparadies bekannt. Am interessantesten sind die Wandergebiete zwischen dem Pico do Arieiro und dem Pico Ruivo, Madeiras höchstem Berg, der 1.862 Meter misst. Ebenfalls lohnenswert ist eine Wanderung in dem Gebiet zwischen Porto da Cruz und Santana im Norden. Dieses Gebiet wurde von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt. Wenn man schon mal Urlaub auf Madeira macht, sollte man sich unbedingt einen Eindruck von den bunt bemalten, traditionellen Strohhäusern in Santana verschaffen, für die die Stadt bekannt ist.
Rabaçal ist die bevorzugte Wandergegend. An den Levadas entlang - traditionellen Bewässerungsgräben - führt ein Wanderweg bis zu einem Wasserfall, der den fulminanten Abschluss der Wanderung markiert. Andere wandern lieber durch den Lorbeerwald, der etwa 20 Prozent der Fläche Madeiras ausmacht.
Nicht nur bei Wanderern ist Madeira beliebt. Auch Radsport, Surfen und Klettern sind auf der Blumeninsel möglich. Außerdem gibt es zahlreiche Golfplätze auf denen man mit Sicht auf den Atlantik eine Partie Golf spielen kann.
Blumenliebhaber bekommen im Urlaub auf Madeira viel zu sehen. Für sie ist ein Besuch auf der Quinta do Arco in der Kleinstadt Arco de São Jorge an der Nordküste Madeiras ein Muss. Auf diesem ländlichen Anwesen findet man die gebündelte Schönheit vieler Rosen- und Blumenarten. Man kann bei einem Ausflug hier Station machen, durch die Gärten flanieren und im Teehaus eine Rast einlegen. Auch für längere Aufenthalte ist die Quinta do Arco gerüstet und bietet Urlaubern Übernachtungen in traditionellen Landhäusern an.
Madeira ist zwar keine Partyinsel, doch auch hier ist einiges los. Das ganze Jahr über locken spannende Events Urlauber auf die Blumeninsel. Der Eventkalender beginnt mit dem bunten Karneval. Weiter geht es zwei Wochen nach Ostern mit dem Blumenfestival, bei dem ein bunt geschmückter Blumenkorso durch Funchal zieht. Im Juni steht das Atlantikfestival an, das Feuerwerkskunst mit musikalischen Events vereint.
Ebenfalls im Juni findet die Oldtimer-Rallye statt, bei der antike Wagen auf Madeiras Straßen kurven. Im September stehen das traditionelle Weinfest und die Kolumbus-Woche an. Sie ist dem großen Entdecker gewidmet, der einige Jahre seines Lebens auf der Nachbarinsel Porto Santo verbrachte. Das alte Jahr wird an Silvester stets mit imposanten Feuerwerken beendet.
Wer jetzt noch ein Urlaubssouvenir sucht, der ist mit dem weltbekannten Madeira-Wein gut beraten, der für die Madeirasauce verwendet wird. Er wird auch zu den leckeren Fischgerichten serviert, die auf Madeira hauptsächlich auf den Tisch kommen. Kein Urlauber sollte die Insel verlassen, ohne die Poncha probiert zu haben. Dabei handelt es sich um ein alkoholisches Mixgetränk, das typisch für die Insel ist.
Madeira bietet Urlaubern viele Eindrücke und atemberaubende Naturerlebnisse. Die wilde See, schroffe Klippen und die sanfte Natur, die mit Lorbeerwäldern und unzähligen Blumenarten verzaubert, machen den Urlaub auf Madeira zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Text: Daniela Hesse









