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Madagaskar - die viertgrößte Insel der Welt, Geheimtipp an der Ostküste Afrikas

Lemure

Lemure. Foto: GNU/Emmanuel Faivre

Madagaskar liegt etwa 800 Kilometer östlich von Mosambik, vor der Südostküste des afrikanischen Kontinents. Nach Grönland, Neuguinea und Borneo ist Madagaskar die viertgrößte Insel der Welt und ungefähr eineinhalb mal so groß wie Deutschland.

13,7 Millionen Einwohnern aus 18 verschiedenen Volksstämmen bevölkern die Insel, davon lebt eine Million in der Hauptstadt Tana (Antananarivo).

Die Insel ist vom Indischen Ozean umschlossen und besteht zum einen aus hartem Urgestein wie Basalt und Granit, zum anderen aus vulkanisch entstandenen Inseln (Nosy Bé, Komoren) und Landschaften (Berge rund um Antsirabé).

 

Die Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars ist zu 80 Prozent endemisch, durch die isolierte Lage der Insel haben sich weitgehend eigenständige Arten entwickelt. Erst die Besiedlung durch den Menschen brachte ausländische Kulturpflanzen ins Land. Die heutige Fauna und Flora des Landes hat noch große Ähnlichkeit mit der ursprünglichen, daher ist die Insel seit Jahrzehnten eine Forschungsstation für Biologen und Botaniker, die tagtäglich Neues entdecken und einzuordnen versuchen.

Das Landschaftsbild Madagaskars

Auch das Landschaftsbild der Insel ist sehr abwechslungsreich. So ist zum Beispiel die Ebene an der Ostküste sehr fruchtbar. Hier werden in großem Umfang Vanille, Kaffee, Kakao, Nelken und andere Gewürze angebaut. Hier gedeihen auch schönen Fächerpalmen und Orchideen sowie zahllose andere tropische Pflanzen.

 

Am Fuße des Gebirges beginnt der dichte Regenwald, der sich von Norden bis Süden der Insel erstreckt. Das zentrale Hochland, das zwischen 500 und 2000 Meter über dem Meeresspiegel liegt, gestaltet sich eher entgegengesetzt. Dieses Hochplateau erstreckt sich über mehrere hundert Kilometer nahezu ohne Bäume und Sträucher. Auf den unendlich scheinenden Grasflächen, die nur gelegentlich von fruchtbaren Flußtälern unterbrochen werden, weiden häufig große Rinderherden.

 

Auch der "Wilde (Süd-)Westen" Madagaskars hat seine eigene Charakteristik. Da hier das ganze Jahr über kaum Regen fällt, wird die Region von den Flüssen gespeist, die den Bergen der Ostküste entspringen. Hier findet man Steppen, die von Dornengestrüpp und lichten Palmenhainen bewachsen sind, dicht bewachsene Flußtäler und kleine von Grundwasser versorgte Oasen.

Nach Westen fällt das zentrale Hochland terrassenförmig bis zur Küste ab. Weite Flächen sind nahezu menschenleer und zum Teil mit hohem Gras bewachsen. Die Küste ist zerklüftet und voller kleiner Buchten , viele zum Teil unbewohnte Inseln sind vorgelagert.

Die Strände auf diesen Inseln entsprechen den klassischen Urlaubsträumen, die Südsee lockt mit endlosen weißen Stränden und Kokospalmen wohin das Auge reicht. Aber auch unter Wasser setzt sich die Vielfältigkeit Madagaskars fort. Jeder Tauchgang verspricht ein traumhaftes und einmaliges Erlebnis zu werden. Madagaskar? Nichts wie hin!

Kulturelles

Das Leben ist die Vorbereitung auf das Leben nach dem Tod, aus diesem Glauben heraus feiern die Madagassen ihre Beerdigungen auch recht fröhlich. Ihr Glaube ist in erster Linie von der Naturreligion bestimmt, hat aber auch christlichen Einflüsse. Durch die verschiedensten Volksstämme entstanden auch viele unterschiedliche Kulturen, die sich dann auch in den unterschiedlichsten Kunstformen präsentiert. Eine der ausgeprägtesten Kunstformen sind die Stoffmalerei, Lochstickarbeiten auf Baumwollstoff und Arbeiten aus Zebu(rind)Leder.


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