URLAUB IN PERU - MACHU PICCHU
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Machu Picchu – mystische Inkastadt in den Anden von Peru
Machu Picchu ist eine alte Inka-Stadt nahe der peruanischen Stadt Cusco und eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Perus. Fast jeder, der in Peru Urlaub macht, kommt auch in die mystische Inka-Stadt, die Forschern bis heute Rätsel aufgibt. Wer waren ihre Bewohner? Wozu diente die Stadt über den Wolken? Und warum blieb sie so lange unentdeckt? Diese Fragen gehen auch den Besuchern durch den Kopf, wenn sie durch die Anlage wandern, immer mit Blick auf die umliegenden Berge, dichte Wälder und ordentlich gegliederte Terrassenfelder. In einer Höhe von etwa 2.400 Metern taucht man in die magische Welt der Inka ein, deren Reich einen Großteil der Anden bedeckte.
Der Ausblick aus dieser Höhe ist fantastisch. Wer einen guten Blick auf Machu Picchu haben möchte, muss den Huayna Picchu erklimmen, der hinter den Ruinen steil heraufragt. Der Aufstieg auf den „jungen Gipfel“ ist zwar mühsam, doch der unglaubliche Blick auf Machu Picchu, dessen Name in der Quechua-Sprache soviel bedeutet wie alter Gipfel, und die herrliche Umgebung entschädigen für die Anstrengung. Die Ruinen öffnen täglich um 6 Uhr morgens, da sollte man sich das einmalige Urlaubserlebnis nicht entgehen lassen und sich den Sonnenaufgang in Machu Picchu ansehen. Zudem ist der Besucheransturm in den frühen Morgenstunden noch nicht so groß, auch am späten Nachmittag leeren sich die berühmten Inka-Ruinen von Machu Picchu wieder.
In Machu Picchu kann man Zeuge der hohen Baukunst der Inka werden. An dem steilen Hang des Machu Picchu liegen zahlreiche Terrassenfelder, Wohnhäuser, Tempel und Paläste (zu erkennen an der Größe und den mächtigen Tuürstürzen). Die Baukunst der Inka ist beeindruckend. In unmenschlicher Höhe bauten sie aus tausenden von handgearbeiteten Steinen Häuser und Tempel. Die Steine wurden exakt aneinander angepasst und ohne weitere Hilfsmittel wie zum Beispiel Lehm zusammengefügt.
Urlaub in Peru – Übernachtungsmöglichkeiten bei Machu Picchu
Wer seinen Urlaub in Peru verbringt, hat die Möglichkeit in unmittelbarer Nähe der Inka-Stadt Machu Picchu (mit Blick auf den Huayna Picchu) zu nächtigen. Die exklusive Aussicht und die luxuriös gestalteten Zimmer der Machu Picchu Sanctuary Lodge haben jedoch einen einen stolzen Preis. Ab 600 US-Dollar bezahlt man für die Nacht in dem Luxushotel. Günstigere Zimmer findet man in Aguas Calientes, das mit dem Bus rund 15 Minuten von Machu Picchu entfernt ist. Aguas Calientes ist die Endstation, wenn man mit dem Zug von Cusco nach Machu Picchu reist. Wer in Peru Urlaub macht, nutzt Aguas Calientes meist nur als Durchgangsort.
Dabei hat auch das kleine Aguas Calientes seinen Reiz. Eingeschlossen von den gewaltigen Gipfeln der Anden, fühlt man sich hier wie in dem Backenzahn eines Riesen. Für Entspannung sorgen die heißen Thermalquellen, nach denen der Ort benannt ist.Da in Aguas Calientes viele Reisende übernachten, kann der Ort mit eine gute Infrastruktur aufweisen. Es gibt Kneipen, günstige Hostels und Hotels jeder Preiskategorie, darunter auch das Luxushotel Inkaterra Machu Picchu.
Entdeckung von Machu Picchu
1911 entdeckte der Amerikaner Hiram Bingham die Ruinen der Inka-Stadt auf einer Expedition für die Yale-Universität. Eigentlich war er auf der Suche nach Vilcabamba, dem letzten Rückzugsort der Inka nach Ankunft der spanischen Eroberer, das auch als das verschollene El Dorado gilt. Bingham nahm aufgrund der Größe Machu Picchus zunächst an, er habe Vilcabamba gefunden, obwohl die Ruinen den Namen Machu Picchu trugen. Erst nach dem Fund des wahren Vilcabamba durch Gene Savoy im Jahre 1963 konnte diese These widerlegt werden.
Dabei stellte sich allerdings auch heraus, dass die beiden Orte nur 100 Kilometer auseinander lagen. Zudem hatte Bingham die Anlage von Vilcabamba auf seiner Entdeckungsreise durch das peruanische Hochland sogar gesehen. Da er jedoch nur einen kleinen Teil der überwucherten Anlage sah, maß er dem Ort kaum Bedeutung zu. Wie hätte er auch ahnen sollen, dass sich in so geringer Entfernung gleich zwei bedeutende Inka-Stätte befinden? Welche Funktion Machu Picchu für die Inka hatte bleibt durch die Entdeckung des wahren Vilcabambas weiterhin ein Rätsel.
Bedeutung von Machu Picchu
Welche Bedeutung die Inka-Stadt Machu Pichu hatte, konnten Forscher bis heute nicht klären. Verbreitet ist die Theorie, dass Machu Picchu ein Zufluchtsort für die Jungfrauen der Sonne aus Cusco gewesen sei. Die Annahme beruht auf einer Untersuchung der Yale-Universität, die feststellte, dass rund 75 Prozent der gefundenen Skelette weiblich gewesen seien. Tatsächlich waren aufgrund des feuchten Klimas aber kaum komplette Skelette auffindbar, sondern nur Schädel, die von dem untersuchenden Mediziner Dr. Eaton als „grazil“ beschrieben wurden. Ob dies jedoch ein direkter Hinweis auf das weibliche Geschlecht sein muss, sei dahingestellt, denn die Indio-Bevölkerung wird um einiges kleiner gewesen sein als Europäer.
Ein weiteres Rätsel um Machu Pichu ist die Zahl der Bewohner. Aufgrund der rund 200 Wohnhäuser geht man von etwa 1.000 Bewohner aus, die umliegenden
Terrassenfelder der Region konnten jedoch viel mehr Menschen ernähren. Zudem gibt es in Machu Picchu zahlreiche religiöse Bauten, weshalb man von einer spirituellen und zeremoniellen Nutzung ausgeht.
Von wegen einsame Inka-Stadt auf dem Berggipfel. So abgelegen wie man oft meint liegt Machu Picchu gar nicht. In der Umgebung von Machu Pichu befinden sich zahlreiche Ruinen, davon liegen viele am Rande des Inka-Pfads verstreut. Die große Mehrheit dieser Ruinen ist noch unerforscht, viele für Besucher nicht zugänglich.
Text: Daniela Hesse. Fotos (1 & 2): Mit freundlicher Unterstützung von PromPerú




