URLAUB IN ÄGYPTEN - LUXOR

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Luxor: Kultur-Urlaub im "Hunderttorigen Theben"

Luxor: Blick auf die Tempel-Anlage von Karnak. Fotos: Ägyptisches Fremdenverkehrsamt

In Luxor, dem legendären "Hunderttorigen Theben", jener Stadt, die etwa 2000 v.Chr. zur Hauptstadt des ägyptischen Reiches wurde, befinden sich die bedeutensten Sehenswürdigkeiten aus pharaonischer Zeit.

 

Ein Kultur-Urlaub in Luxor sucht tatsächlich seinesgleichen. Nirgendwo sonst in Ägypten drängen sich die Zeugen der glanzvollen Vergangenheit in einem solchen Umfang wie in Luxor.

 

Das Stadtzentrum der vom Nil in zwei Teile geteilten Stadt liegt auf der Ostseite des Stromes. Hier befanden bzw. befinden sich zwei gewaltige Tempelanlagen: der Tempel von Luxor und der Karnak-Tempel. Auch die Gemächer des Pharaos und die Wohnhäuser der Bevölkerung lagen östlich des Nils. Die Westseite des Flusses war dagegen ganz dem Totenkult gewidmet. Im Tal der Könige fanden die Herrscher ihre letzte Ruhe.

Luxor-Tempel

Mit dem Bau des seinerzeit nur 195 Meter langen Luxor-Tempels wurde 1400 v. Chr. begonnen.

Er wurde der Götterfamilie des menschengestaltigen, häufig auch widderköpfigen "Weltenschöpfers" Amun geweiht und strotzt nur so von großzügig verzierten und dekorierten Wänden, Säulen und Götterbildern.

 

Ein Prachtboulevard mit Gärten und zahlreichen Statuen des Pharaos führt zum knapp drei Kilometer nördlich gelegenen Karnak-Tempel.

Tempel des Amun in Karnak

Imposant: Die Memnon-Kolosse

Der Karnak-Tempel ist eigentlich kein einzelner Tempel, sondern ein riesiger Tempel-Komplex.

Die Entwicklung des Komplexes begann - noch eher bescheiden - während der 12. Dynastie mit dem Reichstempel des Amun. Jeder Pharao fügte in der Folge den Bauten seines Vorgängers weitere, seinem jeweiligen Hauptgott gewidmete hinzu. So entstand über einen Zeitraum von zweitausend Jahren ein umfassender Götterbezirk (Größe: 25 ha), eine verwirrende Verschachtelung von Tempeln, Toranlagen und Kolonnaden mit dem Heiligen See. Letzterer diente Priestern zu rituellen Bootsfahrten und Waschungen.

 

Die großartigen Säulenhallen, gewaltigen Eingangspylone und riesigen Pharaostatuen von Karnak bezeugen bis heute auf beeindruckende Weise die Macht der Pharaonen und die bemerkenswerte Baukunst ihrer damaligen Baumeister.

 

Auf dem Weg zu den Königsgräbern trifft man auf die Memnonkolosse. Sie stellen (beide) den Pharao Amenophis III. dar und "bewachten" einstmals den Eingang zu seinem Totentempel, der heute leider bis auf geringste Reste nicht mehr existiert.

Theben - im Tal der Könige

Der kulturelle Höhepunkt jeder Ägypten-Reise ist wohl das Tal der Könige.

Die letzte Ruhestätte der Pharaonen, geheimnisumwoben und irreal, ist eingebettet in die steilen Gebirge Thebens. 64 Pharonen-Gräber wurden bisher im Fels entdeckt. Das bekannteste ist das Grab des etwa 19-jährig verstorbenen Tut-anch-Amun mit seinem legendären Goldschatz (Nr. 62). Besonders sehenswert sind auch die Gräber von Ramses VI. (Nr. 9) und Sethos l. (Nr. 17). Das letztgenannte Grab ist besonders reichhaltig verziert, kann jedoch zur Zeit nicht besichtigt werden, da es - stark gefährdet - bald restauriert werden soll.

 

Ein kleiner Tipp am Rande: Begnügen Sie sich mit der Besichtigung von drei bis vier Grabanlagen und lassen Sie sie nachhaltig auf sich wirken!

 

Terrassentempel der Hatschepsut

Im Tal der Königinnen wurden neben den Gemahlinnen der Pharaonen auch ihre Kinder bestattet. Das Grab von Nefertari, der Lieblingsfrau Ramses II., sticht als eines der größten und am schönsten dekorierten hervor. Es wurde vor einigen Jahren restauriert.

Terrassentempel der Hatschepsut

Mit diesem Totentempel setzte sich die Königin Hatschepsut, die aller Wahrscheinlichkeit nach einem Attentat zum Opfer fiel, ein außergewöhnliches Denkmal. Hatschepsut war unter den wenigen Frauen, die jemals den Pharaonenthron bestiegen, die bedeutendste Herrschergestalt

Die dreistöckige Terrassenanlage schmiegt sich elegant an eine steil ansteigende Felswand des Wüstengebirges.


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