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Urlaub in Loreto - Stippvisite in der Wallfahrtskirche Santa Casa

Wallfahrtskirche Santa Casa in Loreto. Bild: Fototeca ENIT

Wallfahrtskirche Santa Casa in Loreto. Bild: Fototeca ENIT

Die Wallfahrtskirche Santa Casa in Loreto stellt einen der meistbesuchten religiösen Orte Italiens und Europas dar. Sie wurde auf dem Berg Podo errichtet, wo der Legende zufolge in der Nacht vom 9. auf den10. Dezember 1294 das Heilige Haus von Nazareth nach seiner wundersamen Überführung aufgestellt wurde. Heute wird das Heiligtum im Innern der Basilika aufbewahrt. Aufgrund der Wundertaten, der von den Päpsten gewährten Ablässe und der großen Jahrmärkte wurde Loreto im Laufe der Zeit zu einer der meistverehrten Stätten des Christentums.

 

Die Anbetung der Heiligen Jungfrau von Loreto hat sich im Land verbreitet und ihr Bildnis hat sich in künstlerischen und volkstümlichen religiösen Darstellungen durchgesetzt. Künstler wir Ridolfi, Carracci, Lilli, Sacchi, Guercino bis hin zum großen Caravaggio haben ihr ihre Werke gewidmet. Die Basilika wurde auf Geheiß von Papst Paulus Il. im Jahr 1468 unter Mitwirkung der berühmtesten italienischen Architekten jener Zeit wie Baccio Pontelli (Apsiden) , Bramante, Andrea Sansovino, Giullano da Sangallo (Erbauer der grandiosen Kuppel im Stile von Brunellischi) undAntonio da Sangallo des Jüngeren begonnen. Schon im Jahr 1507 wurde der Wallfahrtsort dem Heiligen Stuhl direkt unterstellt.

 

Loreto ist jedoch nicht nur Wallfahrtsort, sondern auch eine Stadt der Kunstwerke. Die Basilika beherbergt exzellente Kunstwerke von Luca Signorelli, Melozzo da Forli, Federico Zuccari und Pomarancio. Neben der Basilika mit ihrer auf die Piazza del Santuario gerichteten Fassade erhebt sich der Palazzo Apostolico, der teilweise von Bramante (16. Jahrhundert) und Luigi Vanvitelli (18. Jahrhundert) gestaltet wurde und das Museum des Heiligen Hauses beherbergt. Hier sind Gemälde, Skulpturen, Majolikas, Gobelins und andere aus dem Heiligtum oder Schenkungen und Hinterlassenschaften stammende Gegenstände ausgestellt. In der Gemäldesammlung sind besonders die Werke von Lorenzo Lotto hervorzuheben, der hier zwischen den Jahren 1556 und 1557 starb.

 

Der Schatz des Heiligen Hauses besteht aus wertvollen Goldschmiedeobjekten, darunter ein von Giambologna modelliertes, kostbares Silberkruzifix. Bedeutsam ist auch die Sammlung von Majolikas aus der Werkstatt der Künstlers Orazio Fontana aus Urbino. Außergewöhnlich ist die Sammlung von Apothekergefäßen, die von Francesco Antonio Grue (1686-1746) hergestellt wurden. Von unschätzbarem Wert sind die in Brüssel angefertigten Gobelins nach gezeichneten Vorlagen von Raffael.


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